KIRCHENZEITUNG – Anglikanische Kirche i.D.

März 31, 2018

AKD neu bunt

KIRCHE DER MITTE

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N a c h r i c h t e n  a u s  d e r  a n g l i k a n i s c h e n W e l t
Ausgabe Nr. 2 – O S T E R N  2018 ___________________________________________________________________

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(Zeitung formatiert als A5 Broschüre zum Ausdruck)

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Allen Lesern ein frohes und gesegnetes Osterfest:

Christ ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden! Halleluja !

(Nachfolgender Artikel aus der Kirchenzeitung) 

Geistliches Wort:

Von der Passionszeit über Gründonnerstag und Karfreitag bis zum Tag der Auferstehung unseres Herrn Jesus, Ostersonntag. Pfarrer Michael Winkler

Wie war die diesjährige Passionszeit 2018? “The same procedure as last year?” (deutsch: „Der gleiche Ablauf wie im vergangenen Jahr?“) Vielleicht hat sich der eine oder andere wieder an die „7 Wochen Ohne“ mit dem Thema „Zeig dich! Sieben Wochen ohne Kneifen“ gewagt? Das klang richtig missionarisch!
Bei uns gab es wie in jedem Jahr in etlichen Kirchen einmal wöchentlich eine
Passionsandacht, in der über das Leiden und Sterben unseres Herrn Jesus
meditiert wurde.
Aber auch die Namen der Sonntage in der Passionszeit bestimmten wieder ein
gutes Stück die Inhalte unserer Abendmahlsgottesdienste im hiesigen
Bundeswehrkrankenhaus. An einen Sonntag entsinne ich mich sehr gut. Es war
der Sonntag Lätare, „Freuet euch mit Jerusalem“, Jesaja 66,10, der u.a. an die
Freude über die Heimkehr der Israeliten um 539 v.Chr. aus der Babylonischen
Gefangenschaft erinnern sollte. Das man diesen Sonntag auch als „Klein
Ostern“ bezeichnete und die liturgische Farbe an diesem Sonntag „Rosa“ war,
das hatte ich bis dato noch nicht gewusst. Ja, man lernt doch nie aus, auch
und besonders als Christenmensch nicht.

Aber nun will nicht nur über die Passionszeit bzw. die zweite Fastenzeit
nachdenken, sondern zum Gründonnerstag kommen, der ja auch noch andere
Namen trägt, wie z.B. Hoher und Heiliger Donnerstag oder Palmdonnerstag.
Und wie wir alle wissen, erinnert dieser Tag auch in anglikanischen Kirchen an
das Letzte Abendmahl Jesu mit Seinen Jüngern. Noch heute bedenken wir in
der eucharistischen Feier, denken wir an die Konsekration der Gaben Brot und
Wein, an die heilsgeschichtliche Bedeutung dieses Tages. Übrigens in vielen
lutherischen Gemeinden in Hamburg wurde auch in diesem Jahr wieder ein
Gottesdienst oder eine besondere Gemeindezusammenkunft zum Thema
Abendmahl/Eucharistie angeboten.

Und dann wie jedes Jahr ging es wieder über den Gründonnerstag als dem
Triduum Sacrum (lateinisch für „heilige drei Tage“) oder Triduum Paschale
(„österliche drei Tage“, „Ostertriduum“), wie die Katholiken jenen Weißen oder
Hohen bzw. Heiligen Donnerstag bezeichnen, hin zum dem im Protestantismus
wichtigeren Tag, dem Karfreitag, an dem wir uns an das Sühneopfer Jesu
Christi in besonderer Weise erinnern.

Heute erscheint nun wieder zu Ostern 2018 diese neue Ausgabe der
Kirchenzeitung der AKD/REK. Dann werde ich noch immer im Ausland sein (Ukraine, Lemberg) sein, um in einer dortigen Gemeinde als Pastor zu dienen. Natürlich war das auch am Karfreitag so, als wir über die Kreuzigung Jesu für uns persönlich und für eine
jede christliche Gemeinde nachdachten. Der Altar war wie jedes Jahr ganz
schlicht gestaltet ohne Kerzen und Blumen und mit dem zugehangenen Kreuz.
Nur die Bibel lag offen und für jedermann gut lesbar auf dem Altar. An diesem
Tag nun betonte ich wie in jedem Jahr wieder zu einen wie heilsnotwendig für
uns Christen die Kreuzigung Jesu und damit das Sühneopfer Jesu ist, zum
anderen den Karfreitag als ein großes Fenster mit dem Blick auf Ostern
darzustellen, weil beide Feste untrennbar, wie jeder weiß, zusammengehören.
Und noch etwas, das untrennbar zu Karfreitag gehört:
Vor vielen Jahren sang ich zum wiederholten Male die Johannespassion in
einem Kirchenchor mit.

Die damalige Kantorin orientierte sich dabei an der berühmten Verfilmung der
Bach`schen Johannespassion von Hugo Niebeling im Dom zu Speyer aus dem
Jahr 1964.
Seither schaue ich mir auf der DVD, ich tat dies auch in diesem Jahr, sehr gern
am Karfreitag oder Karsamstag diese Verfilmung an mit dem Titel
„Es wäre gut, dass ein Mensch würde umbracht für das Volk“,
dargeboten von stimmgewaltigen Oratoriensängern, dem gewaltigen Chor und
den authentischen Schauspielern in dem riesigen und erhabenen Dom zu
Speyer.

 

Menschlicher Bischof – Kardinal Lehmann

März 20, 2018

AKD Meldung   –  Download 2018 März – Kardinal Lehmann

Pastor Thomas Kohwagner (AKD Sekretär) von der Anglikanischen Mission Sankt Alban erwies dem in der Mainzer Semonarkirche (Augustinerkirche) dem dort im Bischofsornat mit Messgewand, Mitra, Bischofsring und Bischofsstab aufgebarten Toten auch im Namen der Anglikanischen Kirche i.D. die letzte Ehre. In einem nicht endenden Strom defilierten die Menschen in Zweierreihen durch die Kirche, um sich von Karl Kardinal Lehmann zu verabschieden. So konnte dieser selbst noch im Tod Menschen unterschiedlicher Herkunft und Konfession zusammenführen.

 Nicht ganz unerwartet verstarb am Sonntag, den 11. März 2018 der ehemalige Mainzer Erzbischof Karl Kardinal Lehmann. Er hatte sich von einem Schlaganfall im September des vergangenen Jahres nicht mehr erholt. Das Ende seines irdischen Weges fühlte er nahen, denn er sprach in den letzten Tagen davon, dass er sich nun wohl bald auf seine letzte Reise begeben werde. Mit ihm wurde ein großer Geist und aufrechter Christ von der Zeit in die Ewigkeit abberufen, dem es um die Einheit zu tun war, ist von uns gegangen. Ein Verlust – nicht nur für die Römische Kirche. Denn es war ihm stets um die Einheit der Kirche zu tun und im das Gespräch mit den anderen christlichen Konfessionen. Ein Aushang im Gedenkfenster der Mainzer Dom-Information charakterisi

Lehmannert ihn so:

– menschlicher Bischof

– Hirte mit Lebensfreude

-herausragender Theologe

-leidenschaftlicher Brückenbauer

– Kirchenmann mit Format

– kraftvoller Glaubenszeuge

– glaubwürdiger Seelsorger.

 

Und dann seine schlichten Lebensdaten:

Karl Kardinal Lehmann – 1936 – 2018.

Der Charakterisierung können wir aus vollem Herzen zustimmen.

 

Kirchenzeitung-Anglikanische Kirche i.D.

Dezember 23, 2017

AKD neu bunt

KIRCHE DER MITTE

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Ausgabe Nr. 1 – Weihnachten 2017 |___________________________________________________________________

Download Kirchenzeitunt – Nr.1 – Dez 2017

(Zeitung formatiert als A5 Broschüre zum Ausdruck)

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Freue Dich Welt, dein König kommt.

Bischof Gerhard Meyer, D.D

Wort des Bischofs der AKD an alle Freunde und Mitglieder der AKD,
die den anglikanischen Glauben wertschätzen.
Es ist mir eine große Freude, Sie durch diese neue Publikation „Kirchenzeitung der AKD“ mit Aspekten des Reiches Gottes bekanntzumachen, die den kommenden König Christus durch das Angebot des  biblischen Evangeliums verkündigt. Wenn Menschen heute diesen König empfangen, ihn in Herz und Leben hineinnehmen, können sie eine Freude erfahren, die ewig bleibt.
Eine besondere Freude ist es, auf die Zunahme der Geistlichen hinzuweisen.
Am 14. Januar 2017 fand die Amtseinführung von Dr. Joachim Feldes in
Schwarzenborn statt. Wir begrüßen Ihn in diesem Dienst und auch als Dozent
am St. Benedikt Seminar.
Am 4. März folgte eine neue Priesterweihe für den Bereich Nord-West. Marc
Jankowski wurde in der zur Verfügung gestellten Kirche der CofE, Christ Church
Düsseldorf, ordiniert. Freunde und Gäste aus der Umgebung wurden
anschließend zum Empfang eingeladen.
Ein weiterer Höhepunkt für die Verkündigung des Evangeliums und
Jüngerschaft war die Auslieferung unserer dritten Veröffentlichung: „Christ-Sein
/ Anglikanischer Katechismus“ zur 17. Synode am 7. April. Es ist eine
Übersetzung des Katechismus der Anglikanischen Kirche in Nordamerika mit
einem Vorwort von Erzbischof Foley Beach. Zusätzlich enthält er den
Kinderkatechismus und den Kurzen Katechismus für Konfirmanden.
Am Ende der Synode fand ein Dankgottesdienst zur Einführung des
Katechismus als Beitrag der AKD zum Reformationsjubiläum in der Ev. Ref.
Kirche zu Schwarzenborn statt. Die Reformationspredigt hielt unser
„Vorsitzender Bischof“ Dr. Ray Sutton der Reformed Episcopal Church, USA.
Kirche der Mitte — Nr.1 — Weihnachten 2017
Anschließend sprach Dr. Dirk Richard, Historische Kommission Hessen. In
seinem Beitrag betonte er, dass damals Menschen aus dem Knüllgebiet Luther
motivierten, die Erstellung des kleinen Katechismus selbst in die Hand zu
nehmen.
Am 4. Mai fand erstmals ein Dekanatstreffen Süd / Südwest in Schauernheim
statt, an dem die Geistlichen aus diesem Bereich teilnahmen. Ende des Monats
hatte ich die Freude, die erste Konfirmation in Nürnberg bei Pfarrer Günther
Thomann durchzuführen.
Vom 5. – 7. Juni nahm ich an einer dreitägigen Kirchenversammlung der Free
Church of England, (Schwesterkirche) und an den Feierlichkeiten zur
neunzigjährigen Vereinigung dieser Kirche mit unserer Mutterkirche (Reformed
Episcopal Church, USA/Kanada) in England teil. Zu diesem speziellen Jubiläum
war Erzbischof Dr. Foley Beach, USA anwesend. Ihm übereichte ich den
eigenen Anglikanischen Katechismus in deutscher Sprache und las der
Kirchenversammlung auf Deutsch sein eigenes Vorwort vor. Während des
Kennenlernens bestätigte er mir: „Die Anglikanische Kirche in Deutschland ist in
voller Kirchengemeinschaft mit der Anglikanischen Kirche in Nordamerika
(ACNA). Außerdem werden die Ordinationen der ACNA von der der Church of
England offiziell anerkannt. Auch dies ist ein Grund zur Freude.
Es gibt sicherlich noch manches Erfreuliches aus diesem Jahr 2017 zu
berichten: Der Beginn unseres theologischen Seminars mit einigen Studenten,
den ersten Abschluss mit der Einsegnung eines Studenten zum Prädikanten,
die Übersendung von 40 Exemplaren des neuen Katechismus an ev. und kath.
Bischöfe und Würdenträger und die persönliche Überreichung an die
Ministerpräsidenten Buffier und Ramelow sowie die Versendung per Post an alle anderen Ministerpräsidenten in Deutschland.

Besonders aber danken wir dem entgegengebrachten Vertrauen, dass wir als Kirche im ACK Hessen / Rheinhessen als Vollmitglied im Jahr 2017 aufgenommen wurden.
Ihnen alle Freude über die Geburt und Wiederkunft unseres Königs Christus.

Geistliches Wort: Einander beschenken
The Reverend P. Dr. Joachim Feldes

2017 war ein Jahr mit vielen Jubiläen. Gern erinnern wir uns an Menschen wie
Martin Luther, die mit ihrem Mut die Welt veränderten. Weil er seine Thesen
nicht für sich behalten wollte, löste er eine Bewegung aus, die in Deutschland
begann und sich rund um die Erdkugel verbreitete. Ein bisschen im Schatten
des Reformationsjubiläums stand ein anderes, von dem ebenfalls viele Länder
der Erde betroffen waren und es immer noch sind.
Denn vor 100 Jahren wird Russland von zwei Revolutionen erschüttert,
zunächst im Februar, dann – wesentlich bekannter – im Oktober. Ähnlich wie bei
Luther 400 Jahre zuvor hatte sich viel Unmut angestaut und machte sich jetzt
Luft. Freiheit für die Unterdrückten, Menschenwürde für die Ausgebeuteten,
Recht für die Entrechteten, darum ging es.
Aber schon nach wenigen Jahren läuft alles aus dem Ruder. Freiheit,
Menschenwürde, Recht, sie weichen dem Terror der Diktatur. Stalin wittert
überall Verschwörer und erstickt alles, was ihm zur Bedrohung werden könnte,
im Keim. Er hat jeden Kontakt verloren, zur Realität, zu dem, worum es der
Revolution eigentlich ging. Auch zu Gott, dessen Priester er einmal hatte
werden wollen. Also nimmt die Katastrophe ihren Lauf, zunächst in der
Sowjetunion, gegen Ende des zweiten Weltkriegs in ganz Osteuropa.
Wo Menschen die guten Geister verlassen, da werden aus den besten Ideen
schädliche, mitunter gefährliche Ideologien. Dann verrennen sie sich und finden
nicht mehr heraus aus ihren Sackgassen und Zwickmühlen. Das war schon im
Alten Testament so. Aber Gott überlässt die Menschen nicht ihren
selbstgemachten Katastrophen, sondern er schickt unermüdlich Propheten und
Prophetinnen, die Auswege aufzeigen. Jesaja, von dem wir in Advents- und
Weihnachtszeit so viel hören, war nur einer davon. Einer von denen, die dem
Volk – und damit auch uns – sagen, dass wir den Kontakt nach oben nicht
verlieren sollen, dass wir Gott im Blick behalten sollen. Denn er, dieser Gott,
lässt auch uns nicht aus den Augen oder aus dem Sinn. Er sieht, er fühlt, er
greift ein. Er befreit und erlöst, weil wir uns nicht selbst befreien oder erlösen
können.
Und schließlich wird Gott selber Mensch. Er wird anfassbar, greifbar, erlebbar.
Zunächst im Stall von Betlehem, draußen vor der Stadt, sozusagen am Rand
des Lebens. Aber da bleibt Jesus nicht, sondern mischt sich ein, auf den
Straßen und Plätzen, in unserem Alltag. Das Wort wird Fleisch, Gott will
Wohnung nehmen in unserer Welt. Wir sollen und dürfen ihm zur Herberge
werden. Was ein Geschenk, was eine Ehre! Sie wird uns zuteil, wenn wir ihn,
den menschgewordenen Gott an uns heran-, in uns hineinlassen.
Die Reformatoren haben auf dieses Geschenk, das Gott uns gibt, unermüdlich
hingewiesen. Wir können uns nicht selber erlösen, und wir müssen es auch
nicht. Auch wenn Du Dir nicht mehr ins Gesicht schauen kannst oder Du Dich in
Schuld verstrickt hast, wo Du Dich von Deinem Mitmenschen entfremdet hast,
ja sogar, wo Du Gott den Rücken gekehrt hast, da bist Du nicht verloren. Gott
kommt einfach auf Dich zu, bietet Dir seine Freundschaft und Liebe an, streckt
Dir seine Arme entgegen – als Kind in der Krippe, das Dich neu umarmen will.
Weihnachten 2017 kann uns vielleicht einmal mehr ermutigen, Gott den Weg frei
zu machen – auch wenn hinter uns eine schwere Geschichte liegt, wenn Verlust
und Unversöhntes auf uns lasten, wenn wir an Schuldzuweisungen nagen. Gott
gibt uns eine Chance und wir sollten ihm eine Chance geben, für uns. Befreiung
und Erlösung, wie nur er sie uns schenken kann, tun gut. Nehmen wir sie an
und schenken wir sie einander weiter, jetzt an Weihnachten und bei jeder
Gelegenheit, die das Leben uns bietet.

Das Allgemeine Gebetbuch
Studiendekan P. Winfried S. Küttner, PhD

Fortlaufend soll an dieser Stelle in das Allgemeine Gebetbuch
eingeführt werden. Da gibt es viele Schätze zu entdecken! Es empfiehlt
sich, das Buch zur Hand zu haben.
In markantem orangefarbenem Umschlag liegt es in mehreren Stapeln im
Eingangsbereich der Christus-Kapelle in Schwarzenborn. Neben ihm die
Kirchengesangbücher, blau und grün.
Damit wird schon eine wesentliche Aussage zum Inhalt gemacht. Das AGB ist
kein Gesangbuch. Anders als die Gesangbücher der Landeskirchen enthält es
keine Lieder im herkömmlichen Sinn. Stattdessen druckt es Ordnungen ab: von
verschiedenen Gottesdienstformen, von Gebeten, von Bekenntnissen.
So kann mit ihm ebenso der Gottesdienst der Heiligen Kommunion gehalten
werden wie etwa das Abendlob.
In der Mitte des Buches aber befindet sich das Buch der Psalmen aus der
Bibel, der Psalter. Auch hier unterscheidet sich das AGB von den meisten
Gesangbüchern: Diese bieten Psalmen höchstens in Auswahl dar.
Das Beten der Psalmen hatten die frühen Judenchristen aus dem Judentum
mitgebracht. Später führten besonders die Klöster diese Tradition weiter. Es
bildeten sich bestimmte Ordnungen heraus wie den gesamten Psalter innerhalb
einer Woche zu beten, ja sogar täglich den gesamten Psalter.
Das war aus dem gelebten Glauben heraus begründet. So wird vom Hlg
Antonius, dem Vater des Mönchtums, berichtet, dass er aus dem
unermüdlichen Psalmengebet eine starke Kraft für den Kampf gegen die
Versuchungen der Dämonen empfing. (Der berühmte Isenheimer Altar
vergegenständlicht dies.) Die Psalmen wurden wirklich gebetet, als Gottes Wort
in das Leben hineingenommen, als Kraftquelle im Kampf des Glaubens
erfahren. Denn dass das christliche Leben zugleich auch ein Kampf ist, davon
berichtet das Neue Testament, das bezeugen Christen durch die Jahrhunderte.
Psalmen haben aber ihren Platz nicht nur im Stundengebet der Mönche und
Geistlichen, sondern auch einzelner Christen und Gemeinden. Zudem gehören
sie von alters her in den Gottesdienst. Von daher ist es übrigens merkwürdig,
wenn in Gottesdiensten von Gemeinden, die behaupten, in Anknüpfung an die
frühen Christen Gottesdienst zu feiern, keine Psalmen vorkommen.
Die Verfasser des AGB wussten, dass es dem normalen Christen nicht möglich
sein würde, in dem im Kloster üblichen Umfang Psalmen zu beten. Im Lektionar
(ab S. 2) wurde der gesamte Psalter auf einen größeren Zeitraum verteilt. Dieses
„Pensum“ kann man schaffen! Ab S. 212  (AGB) werden in einer Übersicht Psalmen
thematisch zugeordnet.
Und das versichere ich auch aus eigener Erfahrung: Wer regelmäßig mit den
Psalmen betet, der erfährt viel Trost, viel Segen. Ob Selbstprüfung vor Gott
oder Zuspruch ins eigene Leben – das alles gibt es hier. Dabei sind Sprache
und Denken ganz ehrlich: In einigen Psalmen wird richtig Dampf abgelassen.
wird fortgesetzt

Der lange Weg zum Konsens
The Reverend P. Marc Jankowski

Die Praxis der Frauenordination in der Anglican Church in North America
Das Bischofskollegium der Anglican Church in North America (ACNA)
versammelte sich vom 5. bis zum 7. September 2017 zum Konklave in British
Columbia, Kanada, um sich über die Praxis der Frauenordination und den
zukünftigen Weg der Kirche zu beraten. Diskussionen über die Frauenordination
haben die ACNA seit ihrer Entstehung begleitet. Die ACNA wurde im Jahre 2009
gegründet, um eine neue anglikanische Kirchenprovinz in Nordamerika zu
bilden, da sich die Episkopalkirche der Vereinigten Staaten von Amerika und die
Anglikanische Kirche von Kanada insbesondere in sexualethischen Fragen auf
einem liberalen Kurs befand, der für viele Anglikaner nicht mehr tragbar war. Es
entwickelten sich viele kleinere unabhängige Gruppierungen und Kirchen, die
vielfach unter der Aufsicht konservativer Bischöfe in Afrika und Südamerika
standen. Aufgrund der Initiative der Global Anglican Future Conference
(GAFCON) sollten diese Kirchen gemeinsam in der ACNA als Kirchenprovinz
zusammenfinden und so der Zersplitterung ein Ende setzen. Dabei war die
Reformed Episcopal Church (REC), die Mutterkirche der Anglikanischen Kirche
in Deutschland, eine der Gründungsjurisdiktionen. Alle Gründungsmitglieder
waren sich in ihrem hohen Verständnis der Heiligen Schrift und in ihrer biblischbegründeten
Ablehnung praktizierter Homosexualität einig. Es gab jedoch
große Unterschiede, die das Weiheverständnis und die Praxis der Ordination
von Frauen betrafen. Da dies kein Hindernis für die Bildung der neuen
Kirchenprovinz darstellen sollte, wurde zu Beginn in der Verfassung der ACNA
den einzelnen Diözesen das Recht zugesprochen, selbstständig zu
entscheiden, ob Frauen zum Diakonen- und Priesteramt geweiht werden sollten
oder nicht. Das Bischofsamt sollte aus Rücksicht gegenüber den Gegnern der
Frauenordination laut Verfassung nur Männern vorbehalten sein. Und
dementsprechend ist bis heute die Praxis in der Kirche uneinheitlich: In den 30
ACNA Diözesen mit insgesamt circa 134.000 Mitgliedern werden
unterschiedliche Positionen vertreten, wobei zwar die meisten Diözesen und
Bischöfe die Frauenordination ablehnen, aber die zahlenmäßig stärksten
Diözesen diese praktizieren. In einigen dieser Diözesen werden Frauen sowohl
zu Diakoninnen als auch zu Priesterinnen geweiht, in anderen steht Frauen nur
die unterste Weihestufe des Diakonats offen.
Auch wenn das Thema Frauenordination bei der Gründung zunächst
ausgeklammert wurde, konnten damit Spannungen zwischen Befürwortern und
Gegnern der Frauenordination selbstverständlich nicht vermieden werden. Auch
war es nie die Absicht gewesen, dieses Thema zu ignorieren. Aus diesem
Grund setzte der damalige Erzbischof Robert Duncan eine Arbeitsgruppe unter
der Leitung von Bischof David Hicks (REC Diocese of Northeast & MidAtlantic)
ein, die dieses Thema eingehend studieren sollte und den Bischöfen eine
Arbeitshilfe zur Diskussion erarbeiten sollte. Es ging nicht darum, möglichst
schnell eine Entscheidung zu forcieren (die zweifellos zu einer Spaltung der
Kirche geführt hätte), sondern zunächst sorgfältige theologische Arbeit zu
leisten, die zur Entwicklung eines gemeinsamen Verständnisses eine
notwendige Voraussetzung darstellt. Die Arbeit der Arbeitsgruppe kulminierte in
einem 318-seitigen Bericht, der im Januar 2017 veröffentlicht wurde und in
welchem die hermeneutischen Prinzipien und theologischen Positionen sowohl
von Gegnern als auch Befürwortern der Frauenordination innerhalb der ACNA
exakt dargestellt werden, um ein akkurates Bild über den derzeitigen Stand der
theologischen Diskussion zu liefern.
Genau dieser mühevoll erarbeitete Bericht der Arbeitsgruppe bot die Grundlage
für die Gespräche innerhalb des Konklaves, bei welchem jeder Bischof die
Möglichkeit erhielt, seine eigene Position darzustellen und zu erläutern. Allen
Berichten zufolge wurde die Diskussion trotz großer Offenheit mit
gegenseitigem Respekt und Wertschätzung geführt. Es sei nicht in Frage
gestellt worden, dass sich sowohl Befürworter als auch Gegner der
Frauenordination bemühen, in ihrem Denken treu zur Heiligen Schrift zu stehen.
Eine hohe Sicht der Autorität der Schrift wird, im Gegensatz zu liberalen
anglikanischen Jurisdiktionen, in der ACNA vom gesamten Bischofskollegium
geteilt. So ging es hauptsächlich um die unterschiedlichen hermeneutischen
Prinzipien und die Interpretation der Schrift.
Das Resultat des Konklaves stellt eine Stellungnahme dar, die einstimmig von
den Bischöfen verabschiedet und am 7. September veröffentlicht wurde. Dort
erkennen die Bischöfe an, dass „diese Praxis [der Frauenordination] eine
Neuerung gegenüber der apostolischen Tradition und der altkirchlichen
Kirchenverfassung ist. Wir sind uns einig, dass es keine hinreichende
Ermächtigung in der Heiligen Schrift gibt, die Weihe von Frauen zum
Priesteramt als Standardpraxis in der gesamten Kirchenprovinz zu akzeptieren.

Dennoch erkennen wir weiterhin an, dass einzelne Diözesen die
verfassungsgemäße Autorität besitzen, Frauen zum Priesteramt zu weihen.“
Diese Aussagen, die von vielen Laien und Geistlichen als widersprüchlich und
unklar aufgefasst wurden, haben teils zu heftigen Reaktionen geführt.
Unter traditionsverbundenen Gegnern der Frauenordination kamen hier und da
Stimmen auf, die ACNA zu verlassen, wenn dort eine als Innovation anerkannte
Praxis weiterhin beibehalten wird. Einige befürchteten sogar, dass die
Frauenordination auch ihren Diözesen und Kirchen aufgezwungen werden
könnte. Die Bischöfe der Reformed Episcopal Church samt den Bischöfen der
Auslandsdiözesen und Schwesterkirchen, darunter auch Bischof Gerhard Meyer
der Anglikanischen Kirche in Deutschland, veröffentlichten aus diesem Grund
am 2. Oktober 2017 einen Hirtenbrief an die Laien und Geistlichen ihrer
Kirchen. Dort wird klargestellt, dass das Konklave keinen Einfluss auf die Praxis
der Reformed Episcopal Church und der Anglikanischen Kirche in Deutschland
hat: die Kirche behalte Ihre Überzeugung bei, dass „das dreifache Weiheamt
von Bischof, Presbyter und Diakon nur Männern vorbehalten ist. Diese Position
ist fest in unserer Kirchenverfassung und dem entschlossenen Engagement
jedes Bischofs in der Reformierten Episkopalkirche verankert.“ Da die ACNA in
ihrer Verfassung Gegnern der Frauenordination Entscheidungsvollmacht in ihren
Diözesen zuschreibt und die Verfassung der REC von der ACNA respektiert
wird, ist die Sorge um ein erzwungenes Durchsetzen der Frauenordination von
Seiten der ACNA tatsächlich haltlos.
Des Weiteren legten die Bischöfe dar, warum trotz einer Praxis, die ihrem
Ermessen nach schriftwidrig ist, die REC weiterhin in der ACNA verbleiben
sollte. Die Bischöfe erwähnen die Katholizität, die immer nach einem möglichst
großen Maß an Gemeinschaft strebe: Katholizität bedeute „auch die
Verpflichtung zu einer wirklichen Verbindung und Gemeinschaft mit der
größeren anglikanischen Familie und zu den historischen, von Canterbury
errichteten Kirchenprovinzen, obgleich die Gemeinschaft mit Canterbury
gegenwärtig nicht möglich ist“. Allerdings liegt genau hier ein wichtiger
Streitpunkt, denn Katholizität ist im altkirchlichen Sinne immer an ein
Bekenntnis des katholischen Glaubens gebunden. Die Frauenordination wurde
jedoch nicht von der Gesamtkirche vertreten, sondern von Einzelkirchen im
Alleingang beschlossen.
Die Aussagen der Stellungnahme des Bischofskollegiums werden von den
Bischöfen der REC so gedeutet, als ließe sich eine Tendenz zugunsten der
Abschaffung der Frauenordination erkennen: so wurde betont, dass dies nach
der Veröffentlichung des Berichtes der Arbeitsgruppe nur das erste
Zusammenkommen der Bischöfe, also der Anfang eines Prozesses, sei. Die
Stellungnahme beinhalte „noch nie da gewesene, positiven Aussagen“ und es
sei „ein Eingeständnis, dass deutlicher ist als jemals zuvor“. Und: „Wir in
der Reformierten Episkopalkirche in Nordamerika erkennen die starken
biblischen und historischen Aussagen als eine Verbesserung an, obwohl diese
Festlegungen noch nicht so weit in die Herzen und Köpfe der Anglikanischen
Kirche in Nordamerika eingedrungen sind, dass sie die Praxis der
Frauenordination ganz verwerfen würden. Wir wünschen uns immer noch, dass
dieses Letztere zustande kommt.“
Dass dies jedoch nicht die einzig mögliche Interpretation der Stellungnahme ist,
lässt sich an einem Schreiben von James Hobby, Bischof der Anglikanischen
Diözese von Pittsburgh, vom 12. September 2017 erkennen: Der Ausdruck
„keine hinreichende Ermächtigung in der Heiligen Schrift“ sei „definitiv nicht“ so
zu verstehen, als fände die Frauenordination keine Unterstützung in der
Heiligen Schrift. „Diejenigen, die die Frauenordination befürworten
argumentieren sicherlich auf Grundlage der Schrift.“ Jedoch sei dieses
Argument nicht „hinreichend, um von jedem verlangen zu können, damit
übereinzustimmen und sie [die Frauenordination] zur Standardpraxis zur
machen“. Und obwohl von einer „Neuerung gegenüber der apostolischen
Tradition und der altkirchlichen Kirchenverfassung“ gesprochen wird, solle dies,
laut Bischof Hobby, nicht so verstanden werden, als sei es eine Neuerung, die
nur durch kulturellen Druck zu Stande gekommen sei. „Die Kirche hat im
Allgemeinen über sehr lange Zeit keine Frauen zu Priestern geweiht. In diesem
Sinne ist es neu. Diejenigen auf der ‚Pro‘-Seite würden argumentieren, dass die
Frauenordination eine ‚Neuerung‘ ist, welche die alte Praxis wiederentdeckt.“
Diese recht unterschiedlichen Auslegungen von Bischöfen der ACNA zeigen,
dass bei der Abfassung der Stellungnahme des Konklaves eine gewisse
Ambiguität in Kauf genommen wurde. Selbst die Aussagen, die zunächst als
kritische Äußerungen zur Frauenordination verstanden werde könnten, dürfen
zumindest zu diesem Zeitpunkt noch nicht als klare Schritte zur Abschaffung
dieser Praxis in der ACNA gedeutet werden. Momentan befindet sich die ACNA
am Anfang eines langen Prozesses.
Bischof Jack L. Iker (Diözese von Fort Worth) hat am 4. November die
derzeitige Situation der ACNA in einem Vortrag auf den Punkt gebracht: „Wir
befinden uns momentan in einem Zustand eingeschränkter
Kirchengemeinschaft wegen dieses Themas.“ Dies ist die harte Realität, die
sich nicht als reine Polemik abtun lässt. Es ist die unausweichliche Konsequenz
der bestehenden uneinheitlichen Praxis. Den gemeinsamen Weg zu gehen kann
nicht bedeuten, diese Realität zu leugnen. Weder für die Befürworter noch für
die Gegner der Frauenordination kann die derzeitige Situation zufriedenstellend
sein. Beide Seiten sind sich bewusst, dass nur eine der sich
gegenüberstehenden Positionen richtig sein kann. Beide können nicht
gleichzeitig recht haben. Dies stellt eine große Belastungsprobe für die gesamte
Kirchenprovinz dar. Den Bischöfen ist zu danken, dass sie sich dieser Tatsache
nicht verschließen, sondern mit geistlicher Reife versuchen, gemeinsam den
langen Weg zur Entwicklung eines Konsenses zu beschreiten, zu welchem das
Konklave einen kleinen, aber dennoch wichtigen Schritt darstellen könnte. Ob
dieser Konsens tatsächlich zustande kommen wird, ist derzeitig noch nicht
ersichtlich. Viel Zeit wäre dafür die notwendige Voraussetzung. Die Frage, die
sich Beobachtern aufdrängt, ist, ob die ACNA diese Zeit tatsächlich hat oder ob
es aufgrund anhaltender Spannungen zur Spaltung kommt. Noch hat kein
Bischof seine Sichtweise aufgrund des Berichtes der Arbeitsgruppe oder den
Gesprächen im Konklave geändert. Nicht nur für den traditionsverbunden
Anglikanismus in Nordamerika, sondern für rechtgläubige Anglikaner weltweit
ist die Zukunft der ACNA von enormer Wichtigkeit, sodass zu wünschen ist,
dass anglikanische Laien und Geistliche die weiteren Entwicklungen durch ihre
Gebete unterstützen.

1 http://www.anglicanchurch.net/?/main/page/1448
2 http://www.anglicanchurch.net/?/main/page/1519
3 http://www.recus.org/PastoralLetter2017.html
In deutscher Übersetzung: https://ambrosius1.wordpress.com/2017/10/31/hirtenbrief-aller-recbischoefe-von-brasilien-bis-kroatien/
4 http://www.pitanglican.org/blog/post/letter-womens-ordination-conclave-from-bishop-jim-hobby
5 http://www.anglican.ink/article/fort-worth-impaired-communion-some-acna-dioceses

Die AKD und „Nachhaltig predigen“
The Reverend P. Dr. Joachim Feldes

Biblisch predigen im Kontext des globalen Wandels
Die Frohe Botschaft der Bibel in die Gegenwart hineinzutragen, sie immer
wieder neu in die zeitgenössischen Kontexte und gesellschaftlichen
Entwicklungen zu interpretieren, das ist die Aufgabe des Predigens. Angesichts
der globalen ökonomischen, sozialen und ökologischen Herausforderungen
leisten wir diese Aufgabe im Kontext von gewaltigen Prozessen des Wandels,
der gestaltet werden muss. Gute Impulse, wie dies gelingen kann, bietet uns
die Heilige Schrift. Eine aufmerksame Lektüre und redliche Auslegung der Bibel
unter den Aspekten der Nachhaltigkeit, den Leitworten von Frieden,
Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung, kann deshalb Denken,
Gespräche und Auseinandersetzungen bereichern.
Das ökumenische Kooperationsprojekt „nachhaltig predigen“, an dem die AKD
seit 2017 beteiligt ist, bietet auf www.nachhaltig-predigen.de zu allen Sonnund
Feiertagen Schriftauslegungen und Anregungen zur Verkündigung. Zudem
finden sich spirituelle Impulse, die das persönliche Bibelstudium bereichern
oder auch in Erwachsenenbildung, Katechese und Religionsunterricht
aufgegriffen werden können. Eine Suchfunktion ermöglicht das Auffinden von
Predigtanregungen aus den Vorjahren, von Begriffen und Themen aus früheren
Beiträgen sowie den vorangegangenen Schwerpunktthemen „Ernährung“,
„Suffizienz“, „Wandel gestalten“, „Heimat-los“ und „Strukturen der Schuld“.
Für das neue Kirchenjahr mit seinem Schwerpunktthema „Bedrohte Freiheit“
haben u.a. Revd Marc Jankowski und Pastor Thomas Kohwagner
Predigtanregungen verfasst, Als Projektbeauftragter der AKD nehme ich an den
jährlichen Redaktionssitzungen teil und stimme unseren Beitrag im Kontext der
anderen anglikanischen, protestantischen und römischen-katholischen Partner
ab. Wer mehr Informationen möchte oder vielleicht sogar das Interesse
verspürt, sich unserer Gruppe anzuschließen und selbst Predigtanregungen
einzubringen, wendet sich einfach an mich, Joachim Feldes
(joachim.feldes@anglikanisch.org).

Aus Gemeinden und Werken

Internationaler Advent in der St Thomas Mission
The Reverend P. Marc Jankowski

Auch in diesem Jahr hat die St Thomas Mission englisch-deutsche
Weihnachts- und Adventsliedergottesdienste angeboten, die sich in
den letzten Jahren als ideale Möglichkeit erwiesen haben, sowohl
diejenigen Menschen anzusprechen, die sonst eher selten in die
Kirche gehen als auch gemeinsam als Gemeinde feierlich die
Adventszeit zu begehen. In diesem Jahr wurde dieser Gottesdienst
nicht nur in Neuss, sondern auch in Mönchengladbach angeboten.
Die Predigt wurde bei beiden Gottesdiensten von Robert Desics
(Pfarrer von St Timothy‘s in Hemlington, England) gehalten, der
seine Eindrücke wie folgt beschreibt:
„Es war mir große Ehre und Freude zugleich, die Einladung zur Predigt an
beiden englisch-deutschen Adventsliederabenden der St. Thomas Mission in
Mönchengladbach und Neuss anzunehmen und die Grußworte des Bischofs
von Beverley, Glyn Webster, im Auftrag des Erzbischofs von York zu
übermitteln. Der Arbeitsaufwand, den Veranstaltungen solcherart benötigen, ist
durchaus beträchtlich, wollen doch Veranstaltungsorte, Vorleser, Musiker und
Erfrischungen organisiert sein. Beide Abende waren höchste Freude, jedes
Detail war aufmerksam bedacht, nicht zuletzt die musikalische Ausgestaltung,
die durch den Organisten, Chor, Flötenensemble und Bläserchor erbracht
wurde.
Die Weihnachts- und Adventsfreude war reichlich vorhanden (Nicht zuletzt
durch den Glühwein!), und ein wunderbares Gefühl der Gemeinschaft zwischen
deutschen und englischen Rednern war zu spüren. Die Lesungen und die Lieder
waren gleichermaßen zwischen dem Englischem und dem Deutschen verteilt
und erinnerten uns so an die wundervolle Wahrheit, dass vor dem Thron des
Lamm Gottes Menschen aus aller Herren Länder in Anbetung stehen.
Vom Britischen Gesichtspunkt aus gesprochen, ist es offenbar, dass die Mission
und pastorale Arbeit, die die Gemeinde der in Deutschland lebenden Briten von
Bruder James und Bruder Marc erhält, wertschätzt und braucht. Die Arbeit, die
Bruder James für die Royal British Legion erbringt, ist hoch einzuschätzen in
ihrer Absicht die Menschen zusammen zu bringen, die Deutschland zu ihrer
neuen Heimat gemacht haben, nachdem sie jahrelang in den britischen
Streitkräften gedient hatten.
Dieses im Hinterkopf behaltend, war es auch eine große Freude zusammen mit
Bruder James den englisch-deutschen Liederabend in Münster am Montag
nach dem folgenden Advent zu begehen. Der Gottesdienst wurde nach der
nunmehr 30-jährigen Tradition des britischen Heeres abgehalten. Über 2000
Besucher drängten sich in das Gotteshaus, deutsche und englische Vorredner
ebenso, und für Musik war durch eine Kapelle der deutschen Luftwaffe gesorgt.
Zusätzlich gewann der Abend für mich als Priester aus der Diözese von York an
Reiz durch die Tatsache, daß Münster mit York eine Stadtpartnerschaft aufrecht
erhält.
Die Advents- und Weihnachtszeit gibt uns allen die Gelegenheit uns zu erfreuen
über die Frohe Botschaft, daß Christus uns erlöst hat und wir zusammen
gerufen sind, zu gemeinsamer Anbetung dessen, der uns Licht und Rettung
geworden ist. So möchte ich abermals meinen Dank aussprechen, an Bruder
James und Bruder Marc, und an all die Menschen, die sich der St. Thomas
Mission in irgendeiner Weise angehörig fühlen, und wünsche eine gesegnete
Weihnacht. Frohe Weihnachten!“

Bewegte Gemeinde St Julian’s – (Anglikanische Gemeinde Rhein-Neckar)
The Reverend P. Dr. Joachim Feldes

Nach einem Vertrag, den unsere Gemeinde im Sommer mit der örtlichen
protestantischen Gemeinde schließen konnte, feiern wir unseren monatlichen
Gottesdienst seit September in deren Melanchthonkirche. Das bedeutet für uns
etwas weniger Vorbereitung, und wir haben festgestellt, dass für einzelne die
Schwelle in eine Kirche doch niedriger ist als in eine Privatwohnung. Die
Kollekte ermöglicht uns, die Miete zu bezahlen und manchmal sogar noch
kleinere Ausgaben darüberhinaus.
Unsere diesjährige Gemeindefahrt, an der 23 Personen teilnahmen, führte uns
Mitte Oktober nach Florenz, Assisi und Rom. Im kommenden Jahr, wohl vom
30. September bis 6. Oktober 2018, geht es nach Burgund und in die
Champagne.
Unser Förderverein, die „Freunde der Anglikanischen Kirche in Rheinland-Pfalz
e.V.“ hielt im November seine jährliche Mitgliederversammlung, wobei die
bisherigen Aufnahmeanträge überarbeitet wurden. 20 Personen waren im
Dezember dabei, als es wieder hieß „Morning at the Museum“, dieses Mal zu
einer englischsprachigen Tour durch die Ausstellung über Richard Löwenherz
im Historischen Museum der Pfalz in Speyer.
Weitere Informationen erhalten Sie im Web unter www.anglikanisch.org oder auf
Facebook.

Mission und Treue können nicht getrennt werden
The Reverend P. Marc Jankowski

Ein neuer Bischof für konservative Anglikaner in England und Schottland.

Auf Initiative der Global Anglican Future Conference (GAFCON), einer
internationalen Vereinigung traditioneller Anglikaner weltweit, wurde am 30. Juni
2017 Andy Lines von Erzbischof Foley Beach zum Bischof der Anglican Church
in North America mit Sonderauftrag für Europa geweiht. Als Missionsbischof
soll seine Hauptaufgabe zum einen darin bestehen, konservative Anglikaner in
Schottland zu beaufsichtigen, die sich aus Gewissensgründen nicht länger den
Bischöfen der Scottish Episcopal Church unterordnen können, da sich dort eine
sehr starke Entwicklung in eine liberale Richtung vollzogen hat. So hatte zuvor
im Juni die Generalsynode der schottischen Episkopalkirche eine Änderung des
Kirchenrechts zur Einführung sogenannter gleichgeschlechtlicher Ehen
beschlossen. Zum anderen soll Bischof Lines den zehn Gemeinden der
Anglican Mission in England (AMiE), die außerhalb der Strukturen der
etablierten Kirche von England gegründet worden sind, bischöfliche Aufsicht
bieten. Erst kürzlich hat Bischof Lines die ersten Weihen für Gemeinden dieser
evangelikalen Missionsgesellschaft gespendet: Am 7. Dezember wurden in
London acht Diakone und ein Presbyter geweiht. Auch in England wird der
wachsende Einfluss liberaler Theologie und Praxis von konservativen
Anglikanern als Bedrohung wahrgenommen, sodass es wenig überraschend ist,
dass sich Alternativen zur Kirche von England entwickeln. Es ist abzuwarten,
wie sich die Zusammenarbeit zwischen der seit 1844 existierenden Free Church
of England, einer Schwesterkirche der Anglikanischen Kirche in Deutschland,
und Bischof Lines gestalten wird. Während der Erzbischof von Canterbury,
Justin Welby, die Ernennung und Weihe von Andy Lines als
grenzüberschreitende Intervention kritisiert hatte, verteidigte der Primas der
anglikanischen Kirche von Nigeria und GAFCON Vorsitzende, Nicholas Okoh,
die Notwendigkeit dieses Schrittes und betonte die Dringlichkeit von Mission in
England: „Der Zweck besteht darin, eine Nation neu zu evangelisieren, die einst
eines der größten Zentren christlicher Mission gewesen ist, die die Welt je
gesehen hat, nun aber eines der säkularisiertesten Länder ist. Die Strategie dies
zu erreichen, besteht darin, neue Gemeinden aufzubauen. Viele treue
Anglikaner bleiben in der Kirche von England, aber es besteht die Gefahr, dass
ihre Arbeit gefährdet oder erschwert wird, wenn die Bibel nicht länger als
Richtschnur des Glaubens aufrechterhalten wird. Wie kann eine Kirche effektiv
missionieren, wenn sie die Wahrheit des Evangeliums verwirrt hat? Mission und
Treue können nicht getrennt werden.“

Einladung ins KNÜLL-Camp nach Schwarzenborn
Klaus Buder

Gottes Wort, die Offenbarung, prognostiziert einen starken Verfall der Werte.
Der Einzige, der Gottes Ruf gehorchte und lebte, was er sagte ist Jesus
Christus.
Daran orientieren wir uns als EuroRuf Mission gGmbH. (Geschäftsführer Bischof Meyer)  Uns ist es wichtig, die Werte der Bibel und das was Jesus Christus z. B. in der Bergpredigt (und vielen anderen Stellen) gesagt hat, leben und lehren und damit uns Unterscheiden von dem, wie es in der Welt mehr und mehr aussieht und zugeht.

Die Handlungsgrundlagen des KNÜLL-Camp-Teams sind erstens, die Heilige
Schrift, zweitens die bewährte kirchliche Tradition und eine geheiligte Vernunft,
die diesen Glauben praktisch umsetzen möchte.
Im Laufe der Jahre haben wir Gott aufgefordert, aus unseren Schulen,
Regierungen, Geschäftsleben, ja vor allen Dingen aus unserem täglichem,
persönlichem Leben zu verschwinden. Und da er ein Gentleman ist, hat er sich
leise zurückgezogen.
Wie können wir seinen Schutz und Segen erwarten, wenn wir von Ihm allein
gelassen werden möchten?
Wie können wir erwarten, dass in unserer Gesellschaft in Deutschland die Werte
der Bibel geachtet und eingehalten werden, wenn wir Gott aus allem
ausschließen?
Menschen schützen sich immer mehr vor Menschen durch Kälte und
Unbarmherzigkeit.
Viele Menschen fragen: Lieber Gott, warum lässt Du es zu, dass Menschen sich
nicht mehr untereinander achten, dass über die Hälfte der Ehen geschieden
werden, dass wir auf unseren Strassen immer mehr Angst um unser Leben
haben müssen? Mit freundlichen Grüssen, ein sehr betroffener Mensch.
Die Antwort: Lieber sehr betroffener Mensch, ich bin im Leben der in
Deutschland Lebenden nicht geduldet. Mit freundlichen Grüßen, Gott.

Hier setzen wir als Christliches-Zentrum für Freizeiten, Feste, Seminare,
Tagungen, Freizelten oder Campen und Jugendbildungsstätte, als KNÜLLCamp
in Schwarzenborn an.
Freizeiten, in denen verloren gegangene Werte wieder neu entdeckt werden und
gelehrt werden. Das geschieht für Kinder, Jugendliche und Erwachsene auf
unterschiedliche Weise.
Informationen und Anmeldung unter: www.knuellcamp.de
Ansprechpartner:  Klaus Buder – Mobil: 0171 8972951

Spektrum – Theologie studieren – aber  wo?
Studiendekan P. Winfried S. Küttner, PhD

Wo kommt der Priesternachwuchs her? In den USA ist die Frage
einfach zu beantworten: Kirchen haben ihr eigenen theologischen
Seminare. Dort wird entsprechend der eigenen theologischen
Ausrichtung gelehrt und auch geforscht.
Ja, die AKD betreibt ein theologisches Seminar. Ja, es ist sehr klein. Und in
dieser Form sehr jung.
Und – ja, der erste Seminarist hat sein erstes Studienjahr – zugleich das erste
Jahr des Seminars – erfolgreich abgeschlossen.
Das Sankt-Benedikt-Seminar der AKD dürfte über einen sensationell niedrigen
Bekanntheitsgrad verfügen. Aber es gibt schon Anzeichen, dass sich das
verändert. Und, wie das Seminar vermutet: dieser Prozess wir sich fortsetzen.
Denn das Seminar ist in vieler Hinsicht einzigartig. Es ist das einzige
anglikanische Seminar auf dem europäischen Kontinent mit der strikten
Zielsetzung der Theologenausbildung. Es bietet eine einzigartige Verknüpfung
von Studienwochenenden und dem Lernen und Arbeiten zu Hause. Und es hat
eine didaktische Konzeption, die aus auch willigen Nichtabiturienten mit
Berufsausbildung ermöglicht, erfolgreich zu studieren. Daneben sind Gasthörer
herzlich willkommen. Es gibt viel zu entdecken in Gottes Heiliger Schrift und
den von ihr ausgegangenen Wirkungen!
Dabei sind die Studienfächer die klassischen: Altes und Neues Testament,
gelehrt vom Studiendekan P. Winfried S. Küttner, PhD, Kirchengeschichte (Prof.
Dr. P. Frederik Herzberg, P. Günther Thomann, ThD[Hon][CSR Surrey])),
Systematik (Bischof Gerhard Meyer D.D. und Rev. Dr. phil. Joachim Feldes) und
Praktische Theologie (Feldes, Küttner und Meyer).
Seinen Standort hat das Seminar im Knüll neben dem Sitz der Kirchenleitung
am Knüllköpfchen. Vier mal im Jahr kommen die Studierenden. Dann wird
fleißig studiert, diskutiert, wird das Singen von Psalmen geübt und natürlich das
Predigen. Fester Bestandteil des Aufenthaltes sind die Stundengebete.

Morgens und abends kommen die Studierenden und ihre Dozenten und
natürlich Glieder der ansässigen Gemeinde in der Christuskapelle zusammen,
um in das Morgen- und Abendlob einzustimmen und zu dem zu beten, der
ihnen allen einen Platz in dieser Welt angewiesen hat, um von seinem Reich zu
sprechen.

__________________________________________________________________________________
Die nächsten Präsenzwochenenden im Sankt-Benedikt-Seminar:

Wintersemester 2017/2018
2. WE: 12. – 14. Januar

Sommersemester 2018
1. WE: 23. – 25. März
2. WE: 22. – 24. Juni

Kosten:
Die Präsenzwochenenden kosten
• für nicht-immatrikulierte Studierende und Gasthörer 175 €.
• für immatrikulierte Studierende 100,- €.
• Dieser Betrag beinhaltet auch Unterkunft und Verpflegung (zwei Tage Vollpension, Begrüßungskaffee uvm.).

Anschriften:
Sankt-Benedikt-Seminar
Richbergstraße 11
34639 Schwarzenborn

Die provisorische Verwaltungstelle:
Lindenstraße 118, 41063 Mönchengladbach;
Telefon: 02161 46 707 69
Email: studiendekan16@gmail.com

Buchbesprechung
The Reverend P. Dr. Joachim Feldes

Lohfink, Gerhard: Wie hat Jesus Gemeinde gewollt? Kirche im Kontrast, 2015
Der frühere Tübinger Neutestamentler legt mit dem 2015 erschienen Buch eine
deutlich erweiterte Neuauflage der 1982 erschienen Erstauflage vor, ändert
jedoch den Untertitel von „Zur gemeinschaftlichen Dimension des christlichen
Glaubens“ in „Kirche im Kontrast“. Damit unterstreicht Lohfink die Zielrichtung
der bereits in der Erstauflage facettenreich erklärten Aufgabe der Kirche,
Kontrastgesellschaft zu sein, was er im Kontext aktueller gesellschaftlicher und
innerkirchlicher Herausforderungen bereits im neuen Vorwort und in der deutlich
überarbeiteten Einleitung prägnant veranschaulicht.
In gewohnt überzeugender Weise schlägt Lohfink Brücken zwischen dem Alten
und Neuen Testament, wobei er zahlreiche neuere wissenschaftliche Beiträge
berücksichtigt, die er auch in seinen Hinweisen zu weiterführender Literatur
aufgreift. Angesichts der gesellschaftlichen und globalen Herausforderung
unterstreicht Lohfink, der in den letzten Jahrzehnten seinen
Forschungsschwerpunkt zunehmend in die Bereiche von Ekklesiologie und
Eschatologie verlegt hat, warum und wie sehr Kirche – um Gottes und der
Menschen willen – Antwort und Gegenentwurf zu einer zunehmend
individualistischen und entsolidarisierten Gesellschaft sein muss.
Von daher empfiehlt sich das Buch für Leser, die sich zunächst einmal
grundlegend über die wesentlichen, von der Schrift gestützten Dimensionen
von Kirche informieren wollen. Gleichermaßen interessant dürfte Lohfinks
Beitrag aber auch für Leser sein, die unentwegt um sich selber kreisenden
kirchlichen Nabelschauen sowie opportunen Banalisierungen des Glaubens
überdrüssig geworden sind, und stattdessen gute Anregungen für eine
geistgeleitete, sinnvolle und konstruktive Missions- und Evangelisierungsarbeit
suchen.
Lohfink, Gerhard: Wie hat Jesus Gemeinde gewollt? Kirche im Kontrast.
Stuttgart: Verlag Katholisches Bibelwerk, 2017. ISBN 978-3-460-30034-7. 272
S., 16,95 €

Von Jamestown nach Schwarzenborn
Christopher Küttner

Weshalb ist unser Bischofssitz in Hessen? Warum ist unsere Kirche
anglikanisch? Und wieso gibt es überhaupt anglikanische Kirche
außerhalb Englands?
Obwohl das British Empire im 18. und 19. Jahrhundert eine große Ausdehnung
erfuhr und ein Viertel der gesamten Welt eroberte, gehörte Nordhessen nicht
dazu. Wo das Empire war, dort war auch die Anglikanische Kirche. Die erste
anglikanische Kirchengemeinde auf dem Boden der USA wurde in der Kolonie
in Jamestown im Jahre 1607 gegründet. Ein Jahrzehnt später wurde Hessen in
den Dreißigjährigen Krieg hineingezogen.
Zwar halfen später über 18.000 hessische Soldaten dem British Empire auf den
Schlachtfeldern Nordamerikas, als sich die dortigen Kolonien im Zuge des
Unabhängigkeitkrieges von England lossagten. Aber offensichtlich waren diese
Bemühungen nicht von Erfolg gekrönt, was das Fußfassen der Anglikanischen
Kirche auf dem europäischen Festland und insbesondere auf deutschem Boden
betrifft.
Namen und Einflüsse wurden von einer weiteren Entwicklung beeinflusst: Es
kam zur Gründung der USA und damit auch zu einer kirchenrechtlichen Frage:
Die Anglikanische Kirche unterstand nämlich der Britischen Krone. Oberhaupt
der Krone war (und ist bis heute) der Britische Monarch. Bei Erklärung der
Unabhängigkeit konnte dies natürlich nicht so bleiben. Die Loslösung Amerikas
von England musste auch auf kirchlicher Ebene vollzogen werden, um die
Gemeindegleider dem Britischen Einfluss definitiv zu entziehen. Daher änderte
die Anglikanische Kirche in Amerika ihren Namen, um die politische Loslösung
Amerikas von England auch auf kirchlicher Ebene zu vollziehen, hatte die
Anglikanische Kirche, also die Anglican Church, ihren Namen offiziell geändert.
Sie trug jetzt den Namen “Protestant Episcopal Church of the United States of
America (PECUSA)”. Der Name wurde dann im Jahre 1979 nochmals geändert
zu „The Episcopal Church (TEC)“. Man kann hier sehen, wie mit dem Wort
“Episcopal” eine Alternative zu “Anglican” gefunden wurde, die die Kirche zwar
nicht mehr namentlich an England koppelt, aber dennoch das hauptsächliche
Unterscheidungsmerkmal zu den anderen nordamerikanischen protestantischen
Großkirchen hervorhebt. Ähnlich umschreibende Bezeichnungen finden sich ja
überall, auch beispielsweise wenn man von “erneuerbaren Energien” spricht,
um diese in ihrem wesentlichem Merkmal von anderen Energiegewinnungsformen abzugrenzen.
Nun, die angelsächsichen Befindlichkeiten unterliegen auch dem Wandel der
Zeiten und so konnte freimütig die Anglican Church in North America (ACNA)
gegründet werden. Am 22. Juni des Jahres 2009 hielt sie ihre erste
Versammlung in Bedorf, Texas ab und Bischof Robert Duncan von Pittsburgh
wurde zum ersten Erzbischof gekürt.
In Deutschland wurde die erste anglikanische Gemeinde im Jahre 1611 in
Hamburg ins Leben gerufen. Die dort ansässigen englischen Kaufleute
bekamen das Recht verbrieft in ihrer Muttersprache nach anglikanischem Ritus
Gottesdienste zu feiern. Durch diese vorher nie dagewesen Religionsfreiheit
wurden die Anglikaner die erste nicht-lutherische Gemeinde in Hamburg. In
späterer Zeit kam es im Zuge des Außenhandels, aber auch im Zusammenhang
mit dem aufkommenden Kur- und Bäderwesen auch an anderen Orten zu
Anglikanischen Gemeindegründungen und sogar zum Bau anglikanischer
Kirchen, so zum Beispiel in Bad Wildbad im Schwarzwald, wo im Kurpark die
„Englische Kirche“ noch heute zu sehen ist. Im Zuge des Ersten Weltkriegs,
durch den der bilaterale Handel und das Reisen zum Erliegen kamen, verwelkte
das zarte Pflänzchen des Anglikanismus in Deutschland. Erst nach dem
Zweiten Weltkrieg kam es in Deutschland wieder zu anglikanischen (von
Britischer Seite) und episkopalen (von US-Amerikanischer Seite)
Gemeindegründungen.
Die Christuskapelle in Schwarzenborn wurde von amerikanischer Seite durch
den Missionsbischof Robert Booth (Reformed Episcopal Church) zur
Jahrtausendwende am 15.12. 2000 eingeweiht. Gottesdienste und Feiern
werden in deutsch, englisch oder wahlweise beiden Sprachen gehalten.
Die Bischöfe / Priester der AKD stehen in der apostolischen Sukzession in direkter Linie
auf den heiligen Apostel Petrus zudem wissen sie sich zu führendem Dienst
Kirche berufen.

____________________________________________________________________________________________
Auf dem Schlussblatt  (Bild der) Gemeinden und Predigtorte der AKD

http://www.rekd.de/index.php?id=26&articles=16 

‣ Christusgemeinde Schwarzenborn; (Hessen)
‣ Christ Church Anglican – Berlin
‣ St. Paulus Kirchengemeinde Hamburg
‣ Anglikanische Mission Erfurt
‣ Anglikanische Christus-König – Missionsarbeit Buchen (b. Heidelberg)
‣ St Julian’s – Anglikanische Gemeinde Rhein-Neckar
‣ King Charles the Martyr – Nürnberg
‣ Anglikanische Sankt-Alban-Mission
‣ Neuss, Mönchengladbach und
Amern: Anglikanische Apostel- homas-Mission

Danksagung

Im Besonderen dankt die bischöfliche Kommission “Kirchenzeitung” für die Hilfe
auf dem Weg hin zu dieser Ausgabe: The Rev. Dr. Feldes und The Very Revnd
Küttner, Phd, für die Unterstützung bei der Erarbeitung des Konzeptes und
Bischof Meyer, D.D., und Pastor Kohwagner für das Lektorat.

Impressum
Verantwortlich für den Inhalt
Bischof Gerhard Meyer, D.D.
34639 Schwarzenborn
Richbergstraße 11
Fon: +49-1573-7380823
Fax: +49-3222-3389648
Email: bischof.meyer@rekd.de

Spenden:
Anglikanische Kirche i.D. e.V – Spar- und Kreditbank (SKB) Witten:
BLZ: 452 604 75; Konto Nr. 519 590 0
IBAN: DE15 4526 0475 0005 1959 00;
BIC: GENODEM1BFG
(Verwendungszweck: allgemein oder eine Gemeinde / Mission angeben)

Copyright
Alle Rechte über das Layout, das Logo und im Layout verwendete Grafiken, angebotene Inhalte und abrufbare Daten liegen bei der Anglikanischen Kirche in Deutschland (AKD) / REK. Die angebotenen Inhalte dürfen ausschließlich für den privaten Gebrauch verwendet werden; deren Vervielfältigung und Verbreitung
bedarf der ausdrücklichen Genehmigung.

Hirtenbrief aller REC Bischöfe von Brasilien bis Kroatien.

Oktober 31, 2017

Website der Mutterkirche REC, USA – REC Mutterkirche USA

Download als PDF: Hirtenbrief aller Bischöfe – Deutsch

Download from Webpage US:  Pastoral LetterEnglish

Bischöfe REC

THE REFORMED EPISCOPAL CHURCH

                     OFFICE FOR THE UNITED STATES and CANADA

A Founding Member of the Province of the  Anglican   Church in North America

 

An die treuen Gemeindeglieder der weltweiten Familie

der Reformierten Episkopalkirchen.

Ein Schreiben aller Bischöfe der Reformierten Episkopalkirche.

Die Bischöfe der Reformierten Episkopalkirche (REC) trafen sich am 2. Oktober 2017 in der „Kirche der Heiligen Kommunion“ (Church oft he Holy Communion), Dallas, Texas, zum Gebet, zur Gemeinschaft, zur Planung von Erneuerung und Gemeindepflanzung von anglikanischen Gemeinden und zur Besprechung anderer Angelegenheiten bezüglich der Kirche. Bischöfe der Reformierten Episkopalkirche aus Kanada, England, Kroatien, Deutschland und Brasilien waren durch Zuschaltung mittels einer Telefonkonferenz anwesend.

Zu den diskutierten Themen gehörte auch die jüngste Erklärung des Kollegiums der Bischöfe der Anglikanischen Kirche in Nordamerika (ACNA) über die Ordination von Frauen. Diese Erklärung entstand durch die vom 5. bis 7. September 2017 in Victoria, British Columbia, abgehaltene Konklave aller ACNA Bischöfe. Sie stellt den ersten Versuch des ACNA Bischofskollegiums dar, seit dem Abschluss der fünfjährigen Studie der Arbeitsgruppe über das Weiheamt (Holy Orders), die unterschiedlichen Ansichten innerhalb der Diözesen der ACNA zu diesem Thema anzusprechen.

Da die reformierten episkopalen Bischöfe in Nordamerika Mitglieder des ACNA-Bischofskollegiums sind, hat die Veröffentlichung der ACNA Erklärung bei REK-Geistlichen und Laien zu Fragen darüber geführt, welche Auswirkungen dies auf das Verständnis der Reformierten Episkopalkirche für das Weiheamt haben könnte. Folglich haben es die Bischöfe für ratsam gehalten, einen Hirtenbrief an die weltweite Kirchenfamilie der REK zu richten, um unsere Position klar zu machen und damit mögliche Ängste über die Ausrichtung unserer Kirche zu zerstreuen.

Der Brief spricht zwei Punkte an, die die Bischöfe mitteilen wollen.

Der erste Punkt besteht darin, dass die Reformierte Episkopalkirche ihre Überzeugung beibehält, dass das dreifache Weiheamt von Bischof, Presbyter und Diakon nur Männern vorbehalten ist. Diese Position ist fest in unserer Kirchenverfassung und dem entschlossenen Engagement jedes Bischofs in der Reformierten Episkopalkirche verankert.

Der zweite Teil des Briefes vermittelt die wesentlichen Gründe dafür, dass die Reformierte Episkopalkirche in Nordamerika Gründungsmitglied der Anglikanischen Kirche in Nordamerika / ACNA mit einflussreicher Stimme und Wahlrecht wurde, und sie sich der praktischen Vorteile als Ergebnis dieser fortgesetzten Beziehung erfreut.

Schließlich sollen die folgenden Punkte dieses Hirtenbriefs erwähnt werden, der verbreitet werden soll.

  1. Von Zeit zu Zeit haben die Bischöfe Hirtenbriefe für gesamte Kirche herausgegeben. Es wird erwartet, dass dieser Brief jedem Mitglied jeder Gemeinde (Mission) der Reformierten Episkopalkirche mündlich sowie auch in schriftlicher Form mitgeteilt wird.
  2. Wegen ihrer Länge finden es manche Pfarrer / Pastoren vielleicht nicht praktisch, den Hirtenbrief im Rahmen eines regelmäßigen Sonntagsgottesdienstes zu lesen. Die Bischöfe schlagen vor, dass ein geeigneter alternativer Ort ausgewählt wird, wie zum Beispiel eine Sonntagsschulklasse oder eine Zusammenkunft während der Woche. Eine Kopie sollten an einem Anschlagbrett angebracht oder auf einem Ausstellungstisch ausgelegt werden.
  3. Das Wort „katholisch“ erscheint häufig im diesem gesamten Brief. Die Bischöfe erinnern den Leser daran, dass dieses Wort in dem Sinne verwendet wird, wie es in dem Nicänischen-, Apostolischen- und Athanasianischen Glaubensbekenntnis gefunden wird und sich auf die gesamte christliche Kirche bezieht, jedoch nicht als ein verengter Bezug allein auf die Römisch-katholische Kirche angesehen werden soll.

Hirtenbrief der Bischöfe der Reformierten Episkopalkirche

Dallas/Texas, am 18. Sonntag nach Trinitatis

Liebe Brüder und Schwestern der Reformierten Episkopalkirche, seid gegrüßt im Namen unseres Herrn und Erretters Jesus Christus!

Als Bischöfe der Kirchenfamilie der Reformierten Episkopalkirchen weltweit, schreiben wir Euch angesichts der jüngsten Erklärung des Bischofskollegiums der Anglikanischen Kirche in Nordamerika (ACNA) zur Frauenordination. Diese Erklärung fasst die Übereinkunft des Konklaves[1] zusammen, das in der Kirche unseres Herrn in Victoria, British Columbia, vom 5. bis 7. September abgehalten wurde. Einige unserer Geistlichen und Laien haben von uns eine eigene Erwiderung, die unsere Auffassung über jene Erklärung darlegt, erbeten. Wir haben diesen Ratschlag betend erwogen und legen Euch folgende Orientierungshilfe vor.

 

Zu Beginn seid versichert: Aufgrund der Autorität der Heiligen Schrift, wie sie von der maßgeblichen kirchlichen Überlieferung seit zweitausend Jahren verstanden wird, sind wir überzeugt, dass nur ein getaufter Mann die Weihe (Ordination) zum Diakon, Presbyter oder Bischof empfangen kann. Unsere Kirchen haben diesen Standpunkt seit mehr als 144 Jahren einmütig vertreten. Viele Jahre lang war es nicht notwendig, diesen Grundsatz in unsere Verfassung und unsere Kanones aufzunehmen. In den letzten Jahren haben jedoch sowohl die Reformierte Episkopalkirche (Reformed Episcopal Church) in Nordamerika als auch die Freie Kirche von England (Free Church of England) für diese Überzeugung Gewähr geleistet: Es wurde sichergestellt, dass unsere Verfassung und Kanones ausdrücklich die historische Position der Heiligen Schrift über das Weiheamt bekennen. Darüber hinaus hat unsere nordamerikanische Jurisdiktion das alte, biblische Laienamt der Diakonisse erneuert und sich verpflichtet, die richtigen und aus biblischer Sicht wichtigen Möglichkeiten des weiblichen Dienstes im Reich Gottes zu fördern.

Hierzu bleiben wir unseren Konsekrationsversprechen treu, als wir bei unseren Bischofsweihen gelobt und unterschrieben haben, die Lehre und Disziplin der katholischen[2] Kirche zu bewahren, zu verteidigen und zu lehren, so wie sie die Reformierten Episkopalkirchen erhalten haben. Diese Gelübde binden uns an das irrtumslose, unfehlbare, unveränderliche geschriebene Wort Gottes, die altkirchlichen Glaubensbekenntnisse, die Neununddreißig Glaubensartikel, das historische Allgemeine Gebetbuch, wie es von den Reformierten Episkopalkirchen angenommen wurde, und die anderen Lehrdokumente der Kirche (d.h. die Präambel, die Jerusalemer Erklärung und in Nordamerika das Chicago-Lambeth-Viereck)[3].

In Bezug auf die Erklärung des Bischofskollegiums legen wir Euch folgende Punkte dar.

Erstens war das jüngste Konklave nur die erste bischöfliche Zusammenkunft der Anglikanischen Kirche in Nordamerika, die sich mit dem Abschlussbericht der Arbeitsgruppe zum Weiheamt – unter dem Vorsitz unseres Bischofs David Hicks – befasst hat. Wir alle suchen die Führung des Herrn in Bezug auf die künftige Debatte. Im Moment bringt die Erklärung jedoch die Meinung des Bischofskollegiums zum Ausdruck – unter Einschluss jener, welche die Frauenordination ablehnen und jener, die sie für möglich halten.

Zweitens sollten die noch nie da gewesenen, positiven Aussagen der Erklärung nicht übersehen werden, obgleich wir erkennen, dass es auch widerstreitende Punkte gibt. Es ist sehr bezeichnend, dass das Bischofskollegium zum ersten Mal in der Geschichte der Anglikanischen Kirche in Nordamerika sich folgendermaßen ausgedrückt hat: „die Praxis [der Frauenordination] ist eine Neuerung gegenüber der apostolischen Tradition und der altkirchlichen Kirchenverfassung“ und „[es gibt] keine hinreichende Ermächtigung in der Heiligen Schrift, die Weihe von Frauen zum Priesteramt als Standardpraxis in der gesamten Kirchenprovinz zu akzeptieren.“ Diese Bemerkungen verneinen die Vorstellung, dass beide Gepflogenheiten [nämlich die Frauenordination und ihre Ablehnung, d. Übers.] gleichberechtigt, etwa im Sinne einer „doppelten Richtigkeit“ (dual integrity), seien. Wie der Bericht abschließend festhält, können „nicht beide Positionen richtig sein“. Das Bischofskollegium hat sich diesem Standpunkt angeschlossen. In dieser Hinsicht sehen wir die Erklärung der Bischöfe als Anerkennung [unserer Position, d. Übers.], die deutlicher ist als jemals zuvor.

Drittens sind wir uns der erheblich verschiedenen Situationen bewusst, in denen sich die Bischöfe der Reformierten Episkopalkirche in Deutschland[4], Kroatien und Kuba sowie der Freien Kirche von England (mit ihren abhängigen kirchlichen Werken in Brasilien, Venezuela, Russland, Frankreich und Australien) und die Bischöfe, deren Diözesen Teil der Reformierten Episkopalkirche in Nordamerika sind, befinden. In Bezug auf die erstere Gruppe hat die Anglikanischen Kirche in Nordamerika erklärt, dass sie in voller Kirchengemeinschaft mit ihnen steht und ihre Ordnungen, Sakramente und Gemeinden anerkennt, und versprochen, mit ihnen im Dienst des Evangeliums zusammenzuarbeiten. Für diejenigen von uns, die in der Reformierten Episkopalkirche in den Vereinigten Staaten und Kanada zur bischöflichen Aufsicht berufen sind, ist die Situation aufgrund unserer Verpflichtungen gegenüber der Anglikanischen Kirche in Nordamerika etwas anders. Der übrige Teil dieses Hirtenbriefs behandelt daher in erster Linie die Bedenken und Fragen, welche die Erklärung des Bischofskollegiums für uns, unsere Geistlichen und unser gläubiges Volk aufwirft.

Die Erklärung bestätigt die gegenwärtige Verfassung und die Kanones der Anglikanischen Kirche in Nordamerika, die jeder Diözese freistellen, welche Praxis in ihrem Seelsorgebereich zu befolgen ist. Der Grund für den scheinbaren Widerspruch in der Erklärung ist in einem gewissen Sinn einfach zu verstehen. Unter den Bischöfen der Anglikanischen Kirche in Nordamerika müsste es einstimmige Unterstützung für die Änderung der Verfassung und der Kanones geben, und selbst dann wäre noch ein langwieriger Verfassungsänderungsprozess unter Einschluss von Laien und Klerus erforderlich. Ein derartiger Konsens existiert weder im Bischofskollegium der Anglikanischen Kirche in Nordamerika noch scheint er gegenwärtig in der Anglikanischen Kirche in Nordamerika als ganzer zu bestehen. Während es hinreichenden Konsens für jene Aussagen in der Erklärung gab, durch welche die biblische und überlieferte Praxis geschützt wird, gab es unter den Bischöfen nicht genügend Einvernehmen, um eine Änderung der Verfassung und der Kanones der Anglikanischen Kirche in Nordamerika in dieser Frage zu erwägen.

Wir in der Reformierten Episkopalkirche in Nordamerika erkennen die starken biblischen und historischen Aussagen [in der Erklärung] als eine Verbesserung an, obwohl diese Festlegungen noch nicht so weit in die Herzen und Köpfe der Anglikanischen Kirche in Nordamerika eingedrungen sind, dass sie die Praxis der Frauenordination ganz verwerfen würden. Wir wünschen uns immer noch, dass dieses Letztere zustande kommt. Wir beten, dass der Heilige Geist im Laufe der Zeit die Anglikanische Kirche in Nordamerika durch die Anerkennung der Heiligen Schrift und der maßgeblichen Überlieferung ihrer historischen Auslegung zu einer größeren Übereinstimmung mit dem Worte Gottes führen wird. Deshalb haben wir für die Erklärung gestimmt; diese Entscheidung bedeutet natürlich nicht, dass wir die Weihe von Frauen befürworten. Eben die Verfassung und die Kanones der Anglikanischen Kirche in Nordamerika gestatten uns, eine gesonderte Kirchenprovinz mit eigener reformiert-episkopaler Verfassung und eigenen Kanones zu bleiben, wodurch ausdrücklich nur Männer für das ordinierte Amt (Weiheamt) vorgesehen werden.

Auch auf weitere konstruktive Kommentare in der Erklärung weisen wir hiermit hin; sie betonen, wie notwendig es für die Kirche ist, besser zu vermitteln, auf welche Weise der apostolische Dienst nicht nur eine Angelegenheit des Klerus, sondern ebenso der Laien ist. Im Allgemeinen hat die westliche Kirche unter einer Art professioneller Klerikalisierung gelitten. In dieser Hinsicht werden Geistliche allzu oft als diejenigen gesehen, die den Dienst verrichten, während die Laien zu Zuschauern werden. Im Gegensatz dazu lehrt das Neue Testament, dass der Klerus die Laien zurüsten soll, um am Werk des Dienstes tätig teilzunehmen, ausgenommen die sakramentalen Aufgaben, die nur dem Klerus obliegen. So wichtig der Vorrang des Gottesdienstes ist, so findet doch der überwiegende Teil des zwischenmenschlichen Dienstes außerhalb der heiligen Liturgie statt, und zwar durch Laien, sowohl männliche wie weibliche. Die Reformierte Episkopalkirche Nordamerika legt großen Wert auf die Bedeutung der Laiendienste. Deshalb unterstützen wir nachdrücklich das Anliegen in der Erklärung des Bischofskollegiums, das gesamte Volk Gottes über die vielfältigen Möglichkeiten des Dienstes am Herrn in seiner Kirche zu unterweisen und dafür zuzurüsten.

An dieser Stelle mag eine nochmalige Begründung sowohl für den Beschluss der Reformierten Episkopalkirche in Nordamerika zur Beteiligung an der Anglikanischen Kirche in Nordamerika als auch für deren Fortsetzung (im Lichte der deutlicheren Kommentare in der Erklärung des Bischofskollegiums) angebracht sein. Unsere Beteiligung an der Anglikanischen Kirche in Nordamerika ist eine Bundesbeziehung, die auf dem Prinzip der Katholizität basiert, wie es im Apostolischen Glaubensbekenntnis formuliert wird: „Wir glauben an die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche“. Das Wort „katholisch“ meint die universale Kirche, nicht nur einen Teil, wie etwa die römisch-katholische Kirche. Es geht jedoch über die bloße Aussage hinaus, dass die Kirche größer ist als die eigene Jurisdiktion[5]. Das Wort „katholisch“ kommt von der griechischen Präpositionalkonstruktion kath‘ holon [von kata und holos], wörtlich „dem Ganzen gemäß“. Dies impliziert ein gemeinsames Bekenntnis zur Fülle des Glaubens, so wie in den altkirchlichen Glaubensbekenntnissen (Apostolikum, Nizänum und Athanasianum) formuliert. Jenseits der Universalität und des Bekenntnisses bedeutet Katholizität jedoch auch die Verpflichtung zu einer wirklichen Verbindung und Gemeinschaft mit der größeren anglikanischen Familie und zu den historischen, von Canterbury errichteten Kirchenprovinzen, obgleich die Gemeinschaft mit Canterbury gegenwärtig nicht möglich ist. Ein „unabhängiger Anglikaner“ oder eine isolierte Jurisdiktion zu sein, ist ein Oxymoron [Widerspruch in sich, d. Übers.] und nur dann zulässig, wenn gar keine andere Option besteht. Deshalb sagen wir, dass es, wenn möglich, eine konkrete Selbstverpflichtung zur Verbindung mit der weltweiten anglikanischen Kirchenfamilie geben sollte. Durch die Anglikanische Kirche in Nordamerika und GAFCON [die Konferenz für eine weltweite anglikanische Zukunft, d. Übers.] wurde uns diese Verbindung mit der größeren anglikanischen Familie eröffnet.

Unsere Beteiligung an der Anglikanischen Kirche in Nordamerika und an GAFCON steht im Einklang mit den historischen Bestrebungen in der Reformierten Episkopalkirche. Die Reformierte Episkopalkirche in Nordamerika hat während ihrer gesamten Geschichte an kritischen Wegscheiden entschieden, dass sie es vorzieht nicht unabhängig zu sein, sondern Teil der anglikanischen Familie, solange sie ihren eigenen Überzeugungen treu bleiben kann. Dies wird vielleicht am deutlichsten im vorteilhaften Abschlussbericht der Frank-Wilson-Kommission der späten 1930er Jahre hinsichtlich des Weiheamts der Reformierten Episkopalkirche und unserer Zulassung zur Anglikanischen Kirchengemeinschaft, die durch den Ausbruch des Zweiten Weltkrieg jedoch nicht verfolgt werden konnte. Die gleichen Anliegen wurden in der Reformierten Episkopalkirche auch offenbar während der ökumenischen Dialoge in den 1990er Jahren mit der Episkopalkirche der Vereinigten Staaten von Amerika (TEC). Schließlich haben die Anglikanische Kirche in Nordamerika und GAFCON 2008-2009 eine Möglichkeit geschaffen, um die Anliegen der Reformierten Episkopalkirche in Nordamerika zu verwirklichen. So konnten wir diesem Teil der Kirche des Herrn beitreten und zugleich unsere kirchenrechtlichen Status sowie unsere Selbstverpflichtung zu einem rein männlichen Klerus behalten. Aufgrund des größeren ekklesiologischen Prinzips, das im Apostolischen Glaubensbekenntnis zum Ausdruck kommt, haben wir eine Mitgliedschaft unserer Kirche in dem GAFCON-Verbund innerhalb des Anglikanismus für wichtig gehalten, um dadurch unsere Selbstverpflichtung zu Katholizität und örtlicher Jurisdiktion [bzw. kirchenrechtlicher Subsidiarität [6], d. Übers.] zu erfüllen.

In der Anglikanischen Kirche in Nordamerika ordiniert die überwiegende Mehrheit der Diözesen keine Frauen zum Priesteramt; viele ordinieren auch keine Frauen zum Diakonat. Dennoch gibt es Diözesen, die Frauen in beide Ämter ordinieren. Unsere beiden wechselseitig wichtigen Selbstverpflichtungen zur Katholizität und kirchenrechtlichen Subsidiarität bringen uns in Kirchengemeinschaft mit Diözesen, die Frauen ordinieren. In diesem Punkt stimmen jene Diözesen nicht vollständig mit der altkirchlichen Kirchenverfassung überein, während sie alle anderen Punkte des katholischen Glaubens vertreten. Bezüglich der altkirchlichen Kirchenverfassung besteht gleichwohl Einigkeit darüber, dass Frauen nicht das Bischofsamt innehaben können, was wesentlich für den Erhalt der apostolischen Sukzession ist. Ohne diese Selbstverpflichtung zur Kirchenverfassung hätte die Reformierte Episkopalkirche in Nordamerika auch niemals der Anglikanischen Kirche in Nordamerika beitreten können.

Trotz unserer Differenzen hinsichtlich Frauen im Diakonat und Priesteramt bzw. Presbyterat wurde für uns ein Weg zur Beteiligung an der Anglikanischen Kirche in Nordamerika erarbeitet, wodurch einerseits unser Zeugnis eine Verbindung zur weltweiten katholischen anglikanischen Kirchenfamilie gewinnt und andererseits gleichzeitig die Maßstäbe unserer örtlichen Jurisdiktion beibehalten werden. Man war bereit, unsere Überzeugung, dass Frauen nicht zum Weiheamt ordiniert werden, zu respektieren, und unsere Verbindung zu Diözesen mit Frauenordination zu begrenzen. Wir empfangen nicht die heilige Kommunion, wenn eine Frau die Elemente konsekriert. Auch wenn wir in unserer Provinz oder im Rahmen von GAFCON als Ganzes zusammentreffen, stehen männliche Bischöfe [der Eucharistiefeier] vor. Tatsächlich ist die derzeitige Praxis, dass sich mit Ausnahme von Altardienern nur Bischöfe im Chorraum befinden. Sogar diejenigen mit einer anderen Überzeugung, stimmen mit uns darin überein, dass solche Gepflogenheiten die einzige Möglichkeit sind, einen Gottesdienst der ganzen Kirchenprovinz zu feiern, bei dem alle die heilige Kommunion empfangen können.

Wir möchten euch auch darauf hinweisen, dass unsere Beziehung zu GAFCON durch die Anglikanische Kirche in Nordamerika uns in die Gemeinschaft mit vielen Diözesen und Kirchenprovinzen gebracht hat, die keine Frauen ordinieren. Wenn wir nicht Teil der Anglikanischen Kirche in Nordamerika wären, wäre unser historischer Kirchenbund mit der Anglikanischen Kirche von Nigeria (im Jahre des Herrn 2005) nicht fortgesetzt worden. Erzbischof Peter Akinola, der Primas der Anglikanischen Kirche von Nigeria (mit über vierundzwanzig Millionen Christen), wies uns bei der ersten Zusammenkunft von GAFCON in Jerusalem (im Jahre des Herrn 2008) an, durch eine neue nordamerikanische Kirchenprovinz in ein Konkordat mit seiner Kirche einzutreten; aus dieser Provinz wurde dann die Anglikanische Kirche in Nordamerika. Er sagte ausdrücklich, dass GAFCON nicht viele kleine, fragmentierte anglikanische Jurisdiktionen anerkennen würde, sondern nur eine neue Kirchenprovinz.

Daher stehen wir, was die traditionalistische Seite unserer kirchlichen Außenbeziehungen betrifft, durch die Anglikanische Kirche in Nordamerika bzw. durch GAFCON in Kirchengemeinschaft mit mehr Christen, die keine Frauenordination haben, als dies ohne Beteiligung an der Anglikanischen Kirche in Nordamerika der Fall wäre. In Bezug auf die altkirchliche Kirchenverfassung können wir unseren Maßstäben treu bleiben. In dieser Hinsicht wurde unser Grundsatz, sich mit der größeren anglikanischen Familie zu verbinden und zugleich unsere eigene Jurisdiktion zu behalten, vom Herrn gesegnet.

Auf der Basis der Grundsätze von Bibel und Bekenntnis sind die praktischen Vorteile, die wir als Teil der Anglikanischen Kirche in Nordamerika bzw. GAFCON genießen, über all unsere Vorstellungen hinausgegangen. Wir sind diese Beziehung eingegangen aufgrund unserer Selbstverpflichtung zum oben beschriebenen Grundsatz der Katholizität und nicht aufgrund pragmatischer Erwägungen. Da wir nun aber mit unseren anglikanischen Mitchristen an einem Tisch sitzen, weiß die anglikanische Welt, wer die Reformierten Episkopalkirchen sind und wofür wir stehen. Vor nicht langer Zeit waren wir sogar unter Anglikanern praktisch unbekannt. Nun sind unsere Ansichten nicht nur bekannt, sondern sie werden zunehmend respektiert und gehört.

Unser Zeugnis ist auf der Welt überallhin gelangt, wo der Anglikanismus vertreten ist; dadurch waren wir an Missionsprojekten beteiligt, die größer sind als alles, was wir je zuvor unternommen haben. Unsere Theologischen Seminare sind durch die Beziehung mit der Anglikanischen Kirche in Nordamerika bzw. GAFCON gewachsen; sie haben Studenten aus der gesamten Kirchenprovinz und aller Welt. Wir sind in ökumenischen Dialogen mit allen großen Kirchen der Christenheit engagiert, worin Millionen von Christen, die an Bibel und Bekenntnis glauben, vertreten sind. Unsere christlichen Lehrmaterialien, unsere Schulen, unser Bild von Gemeindepädagogik und unsere Anglikanische Schulvereinigung erreichen die Menschen in einer Kirchenprovinz von Zigtausenden; dadurch gibt es ein größeres Potential als je zuvor, unser Verständnis von geistlichem Wachstum zu verbreiten. Durch den Anglican Relief and Development Fund (anglikanischer Hilfs- und Entwicklungsfonds) wurde Nächstenliebe erwiesen und empfangen, die über alles hinausgeht, was wir jemals alleine leisten konnten (z.B. der Wiederaufbau eines reformiert-episkopalen Kirchengebäudes, das von einem Tornado niedergerissen wurde). Das offizielle Verlagshaus der Anglikanischen Kirche in Nordamerika druckte auf eigene Kosten unser neues reformiert-episkopales Gesangbuch und ist im Begriff, eine zweiten Auflage zu drucken; diesmal werden die Kosten vollständig vom Verlagshaus und dem Verkaufserlös gedeckt. Derselbe Verlag veröffentlichte auch die jüngste Apologie der Freien Kirche von England /FCE – ein Buch mit dem Titel „Anglikanische Ekklesiologie und das Evangelium“ von Bischof John Fenwick, dem Leitenden Bischof (Primus) der Freien Kirche von England / FCE. All diese Vorteile und viele mehr haben das Wirken der Reformierten Episkopalkirche zu Menschen und an Orte gebracht, die wir ohne unsere Beteiligung an der Anglikanischen Kirche in Nordamerika bzw. GAFCON nie hätten erreichen können; gleichzeitig haben wir unsere historischen biblischen Überzeugungen und unsere eigene Jurisdiktion bewahrt.

Uns ist bewusst, dass unsere historische Selbstverpflichtung zum Grundsatz der Katholizität und auch die praktischen Vorteile durchaus wesentliche Differenzen und Spannungen als Teil einer großen anglikanischen globalen Familie mit sich bringen. Wir sehen ein, dass es immer die Herausforderung gibt, Teil des Geschehens zu bleiben, anstatt abgeschieden in Isolation zu leben. Es gibt auch die Realität einer größeren Vielfalt, die mit der Mitgliedschaft in einer großen globalen Familie einhergeht, wie etwa auch die anderen Zweige der Christenheit. Nichtsdestotrotz sind wir, die Bischöfe der Reformierten Episkopalkirche in Nordamerika, überzeugt, dass diese kirchliche Bundesbeziehung der von Gott für uns eröffnete Weg zur Erfüllung unserer Pflicht als katholische Christen in der anglikanischen Familie ist, solange nur unsere Überzeugungen und unsere Jurisdiktion nicht gefährdet werden. Da der Herr mit sämtlichen Schutzvorkehrungen für uns vorgesorgt hat, halten wir einen Rückzug in eine unabhängige Jurisdiktion gegenwärtig nicht für seinen Willen.

Wir sind uns im Klaren, dass einige die Anglikanische Kirche in Nordamerika (ACNA) nur als eine Fortsetzung der Episkopalkirche der Vereinigten Staaten (TEC) und im Wesentlichen als das Gleiche ansehen. Wir merken jedoch an, dass sich die beiden Kirchen in Bezug auf ihre Selbstverpflichtungen und Struktur deutlich unterscheiden. Die grundlegende Theologische Erklärung der Anglikanischen Kirche in Nordamerika bekräftigt in ihrer Präambel, dass Jesus Christus der einzige Weg zu Gott dem Vater ist, und sie nimmt die Autorität der Heiligen Schrift als unveränderliches geschriebenes Wort Gottes an. Sie bekennt sich auch zu allen drei altkirchlichen Glaubensbekenntnissen, zur Christologie aller großen ökumenischen Konzilien, zum Allgemeinen Gebetbuch von 1662 (BCP) als liturgischer Norm und zu den Neununddreißig Glaubensartikeln als fundamentale Grundsätze anglikanischen Glaubens und nicht nur als historisches Dokument. Diese theologischen Selbstverpflichtungen gehen weit über das hinaus, was die heutige Episkopalkirche der Vereinigten Staaten und auch jene der früheren Jahre (die zum Beispiel das Athanasianum abgelehnt hat) jemals angenommen hat; dies ist wohl auch teilweise ursächlich für die positiven Aussagen der Erklärung des Bischofskollegiums.

Strukturell gibt es in der Anglikanischen Kirche in Nordamerika weitere Unterschiede zur Episkopalkirche der Vereinigten Staaten, insbesondere nämlich: gesonderte Jurisdiktionen wie die Reformierte Episkopalkirche in Nordamerika; Gemeinden, die ihr Eigentum selbst besitzen; die Verbindung mit dem Globalen Süden (Global South) des Anglikanismus durch GAFCON; die Möglichkeit für Gemeinden, mit ihrem Eigentum und ohne Folgen die Kirche zu verlassen; und nun auch die nachweisbare Bereitschaft, ein Gutachten über das Weiheamt anfertigen zu lassen. Der Frage der Frauenordination wurde in der Episkopalkirche der Vereinigten Staaten niemals ein theologisches Gutachten gewidmet. Aus unserer Sicht wurden die positiven Aussagen, die in der Erklärung des Bischofskollegiums enthalten sind, in der Episkopalkirche nie getroffen. Ja, wir haben eine schwierige Diskussion mit dem Gutachten über das Weiheamt begonnen. Falls die Anglikanische Kirche in Nordamerika versuchen würde, uns aus unserem Status als gesonderte Jurisdiktion heraus zu zwingen, würden wir die Kirche verlassen. Dies war bisher alles andere als der Fall. Vielmehr hat es die Bereitschaft gegeben, uns zu hören. Auch dies spiegeln die Kommentare in der Erklärung des Bischofskollegiums wider. Daher unterscheidet sich die Anglikanische Kirche in Nordamerika in vielerlei Hinsicht von der Episkopalkirche der Vereinigten Staaten; deshalb waren und sind wir zur Beteiligung [an jener Kirche] bereit, so lange wie ihre theologischen Selbstverpflichtungen und Strukturen bleiben wie sie sind und wir unsere gesonderte Jurisdiktion als Reformierte Episkopalkirche in Nordamerika mitsamt unserer eigenen Verfassung und eigenen Kanones behalten können.

Wir hoffen, dass dieses Schreiben euch zu einem besseren Verständnis jener Gründe führt, aus welchen unsere Vorgänger die Reformierte Episkopalkirche in Nordamerika in die Anglikanische Kirche in Nordamerika geführt haben. Sie haben die Unterschiede und Risiken vollständig erkannt. Aus diesem Grund forderten sie ein verpflichtendes Gutachten zur Frage der Frauenordination. Zwar mag die Hoffnung bestanden haben mag, dass die Praxis [der Frauenordination] durch ein solches Gutachten abgeschafft würde; gleichwohl erkannten viele der von Anfang an Beteiligten unter uns, dass nicht ein einziges Gutachten und eine einzige Zusammenkunft von Bischöfen genügen würde, um eine irrige, aber in der Kultur jahrzehntelang tief verwurzelte Praxis sofort zu ändern. Abgesehen von dem offensichtlichen Wunsch, die historische, biblische und überlieferte Praxis wiederherzustellen, ging es unseren Vorgängern um ein ernsthaftes Gutachten, das eine Darlegung und Diskussion der biblischen Auffassung unter den Bischöfen ermöglicht. Die Hoffnung war, dass Fortschritte in Richtung auf eine Anerkennung der biblischen Auffassung zur Frauenordination gezeitigt würden. Obwohl wir uns viel mehr gewünscht hätten, sehen wir uns bestärkt durch die gute Arbeit der Studiengruppe zum Weiheamt, durch die deutlichen und beispiellosen Aussagen des Bischofskollegiums zur Frauenordination, nämlich als „Neuerung gegenüber der apostolischen Tradition und der altkirchlichen Kirchenverfassung“, sowie durch die Anerkennung der unzureichenden biblischen Ermächtigung für eine Weihe von Frauen zum Priesteramt, womit sie auch nicht als Standardpraxis der Kirchenprovinz in Frage kommt. Diese Entwicklungen zeigen uns, dass der Herr von uns die Fortsetzung unserer Arbeit und unseres Zeugnisses in der Anglikanischen Kirche in Nordamerika möchte.

Diejenigen unter uns, die dem Bischofsrat der Reformierten Episkopalkirche in Nordamerika angehören, versprechen Wachsamkeit und die laufende Prüfung unserer Beziehung zur Anglikanischen Kirche in Nordamerika. Wir werden weiterhin prüfen, inwieweit wir an verschiedenen Aktivitäten der Anglikanischen Kirche in Nordamerika teilnehmen können. Diejenigen von uns, die Bischöfe von reformiert-episkopalen Jurisdiktionen außerhalb Kanadas und der Vereinigten Staaten sind, bieten unseren Brüdern und allen ihren Geistlichen und Gemeinden ihre Unterstützung und Bestärkung an, da sie in einer schwierigen Situation ein gläubiges Zeugnis bewahren.

Abschließend bitten wir um Eure Gebete, damit wir und das ganze Volk Gottes vom Herrn geführt werden, während wir uns mit diesen schwierigen Fragen auseinandersetzen. Als Bischöfe sind wir Hirten der Diener Gottes und Hüter des apostolischen Glaubens. Wir danken Euch allen für Eure Liebe zu Gott und seiner Kirche, besonders in der Familie der Reformierten Episkopalkirchen. Möge Gott Euch alle reich segnen.

Mit freundlichen Grüßen in Christus

NordamerikaLeitender Bischof Ray R. Sutton

Bischof Walter R. Banek

Bischof David L. Hicks

Bischof Charles Gillin

Bischof Alphonza Gadsden

Bischof William J. White

Bischof Daniel R. Morse

Bischof Peter Manto.

 

Kroatien

Bischof Jasmin Milic

 

 

Westkanada

Bischof Charles Dorrington

 

Kuba

Bischof Raúl Willians Mendez Suarez

 

Deutschland

Bischof Gerhard Meyer

 

Freie Kirche von England / Reformierte Episkopalkirche in England

Leitender Bischof John Fenwick

Bischof Paul Hunt

Bischof Josep Rossello (Brasilien)

 

 

[1] Streng abgeschlossener Versammlungsraum für Bischöfe der Gesamtkirche bei äußerst wichtigen Entscheidungen.

[2] S.d. Erklärung im Vorwort: …dass sich“ katholisch“ auf die gesamte christliche Kirche bezieht.

[3] Das »Lambeth-Viereck« (von 1888)

  • AT und NT als geoffenbartes Wort Gottes;
  • das nicänische Glaubensbekenntnis (Nicäno-Konstantinopolitanum) als Feststellung des christl. Glaubens;
  • die zwei Sakramente des Herrn, d.h. Taufe und Herrenmahl;
  • das historische Bischofsamt.

 

[4] Anglikanische Kirche in Deutschland / REK (Namensänderung seit 2015)

[5] kirchliche Vollmacht, Recht des Klerus und Laien zur Leitung der Mitglieder der Kirche (mit den Funktionen Gesetzgebung, Rechtsprechung, Verwaltung)

[6]  Die Leitung der Reformierten Episkopalkirche als kleinere Einheit der übergeordneten Anglikanischen Kirche in Nordamerika (ACNA) wird von ihr selbständig nach eigener Verfassung und Kanones übernommen. Die übergeordnete Gesamtkirche / ACNA kommt erst dann zum Einsatz, wenn die kleiner Teilkirche REKC Aufgaben nicht bewältigen kann. Trotzdem ist sie in der Gesamtleitung, Haus der Bischöfe, vertreten.

St. Benedikt Seminar / Schwarzenborn

September 20, 2017

Als Gast an Vorlesungen teilnehmen? – Willkommen !

 

17 Rückseite groß

Anmeldungen: Studiendekan 0151-22824544  – Mehr im Download.

Bei Teilnahme an Verpflegung und Übernachtung direkt an Knüllcamp – 05686-730

Downoad zum: 1. Präsenz WS 17_18 :

Wintersemester 1. Präsenz Seminar – 22.- 24. September 2017

 

3 Ostermarschierer & ihr Osterglaube

April 16, 2017

acp-bischof-gebetbuch

Ich wünsche Ihnen im Namen der Anglikanischen Kirche in Deutschland ein gesegnetes Osterfest. Bischof Meyer

Download Osterpredigt klicken: Joh20,1-10 – 2017

AUF Youtube zu hören: https://youtu.be/stGF8-TRpZE

Ostermarschierer und wahrer Osterglaube?

Johannes 20,1-10

Ostermarschierer – Wohin und warum?

Die Tradition der Ostermärsche begann in den 50er Jahren in Großbritannien. Zur Entfaltung kamen sie in Deutschland z. Z. des kalten Krieges. Zwischen 1968-83 demonstrierten Hunderttausende gegen das atomare Wettrüsten. Heute werden die Ostermärsche wieder neu belebt. Nun zu den eigentlichen Wurzeln der Ostermarschierer.

Drei Nachfolger des Herrn marschieren hier zum Grab Jesu.

1. Maria von Magdala

Diese hingegebene Jüngerin, Maria geht bereits in der Dämmerung zum Grab und sieht den Grabstein weggerollt. Was ist ihre Schlussfolgerung? Was bezeugt sie dann den mannhaften Jüngern? „Grabplünderei. Sie.., wer immer es auch war, sie… haben den Herrn gestohlen!“ Ja, ist das so? Aber ist dies die Tatsache? Hat da nicht eine Frau schnell Schlussfolgerungen getroffen? War sie zu viel emotional bewegt? Doch die Apostel glauben ihr nicht. Denn bei Juden galt damals das Zeugnis einer Frau nicht sehr viel vor Gericht, wohl aber bei den Römern. Wir fragen uns: Hatte denn Maria in das Grab reingeschaut, hatte sie wirklich gesehen, ob der Leichnam dort fehlte, hatte sie auch den Beweis, dass der Leichnam von jemand anderem in Besitz genommen wurde? Warum war sie überzeugt? Maria sah nur den zurückgerollten Stein, was für sie wie Einbruch aussah. Doch hatte sie auch die ordentlich abgewickelten Binden gesehen? Deshalb wollen wir ihr zurufen: „Maria, selig sind die nicht sehen und doch glauben!“ Und wir fügen noch hinzu: Aufgrund der Wahrheit dann auch das Richtige verkündigen. Denn Jesus war nicht gestohlen, sondern auferstanden!

Doch Maria, du hast 1. nicht alles gesehen, 2. nicht an der Schrift übergeprüft, 3. du hast deine vermeintlichen spontanen Eindrücke einfach als Glaubensüberzeugung weitergegeben.

Liebe Maria, was du sagst ist falsch! Niemand hat den Leichnam gestohlen. Und höre: dein Glaube ist doch einfacher Unglaube. Du aber suche weiter, dann aber auf besseren Grund. Anwendung: Auch wir müssen sehr Acht geben, dass unser Glaube ein biblischer Glaube ist und mit der Schrift übereinstimmt, gegründet auf rechtes Hinschauen und Überprüfen, ob es mit den Propheten übereinstimmt, dann aber durch den HG zum rechten Verständnis kommen. Sonst sind alle unsere spontanen Eindrücke nichts anderes als bei Maria: Viel heiße Luft ohne Wahrheit und Unglaube.

2. Petrus und …

Als Nächstes wollen wir die beiden Apostel, Jesus Lieblingsjünger Johannes und den „Felsenmann“ Petrus, der Jesus noch kürzlich verleugnete, betrachten. Rennen diese beiden im Glauben oder im Unglauben zum Grab? Schon in der Art und Schnelligkeit ihres Laufens zeigt sich ein Teil ihres Charakters. Und im Charakter des Menschen zeigt sich oft auch die Art des Glaubens. Wird denn bereits im Laufen der Unterschied zwischen Glauben und Unglauben erkennbar? Wer ist denn der Schnellere? Hat vielleicht unser Charakter etwas mit der Qualität des Glaubens zu tun? Vielleicht auch das Alter? Empfiehlt nicht Jesus den spontanen einfachen Glauben der Kinder? Hier ist der Jüngere der Schnellere. Aber Petrus, der Langsamere, ist auch der Ältere. Liegt dies aber an der Jugendlichkeit, und beflügelt der wahre Glaube schneller am Grabe des Herrn zu sein. Will er sich genau vergewissern, ob das leere Grab der Prophezeiung der Propheten entspricht? Endlich, nun sind beide angekommen. Doch der Jüngere gibt dem Älteren den respektvollen Vortritt. Petrus geht jetzt wie ein Entdecker scheinbar genauer der Sache auf den Grund. Er sieht nicht nur wie Maria, dass der Stein weggerollt ist. Er geht ins Höhlengrab und untersucht es. Was sieht er? Er sieht die Leinenbinden, mit denen der einbalsamierte 2 Leichnam umwickelt war und das Schweißtuch, mit dem das Gesicht unseres Herrn bedeckt war. Beide Teile lagen an unterschiedlichen Orten. Das Schweißtuch war besonders ordentlich zusammengewickelt. Petrus erkennt all dies. Doch was ist seine Schlussfolgerung? Keine! Wir hören von Petrus nichts! Doch unser Text sagt: „Denn sie glaubten nicht.“ Mit sie ist in diesem Abschnitt sicherlich Maria Magdalena und Petrus selbst gemeint. Petrus, dringt zwar tiefer ein als Maria, nicht nur ins Grab, auch mit dem Verstand. Er sieht zwar mehr, aber sieht es leer. Hat selbst kein Licht und erkennt auch nichts. Hätte er nicht erkennen können, dass die so ordentlich abgewickelten Binden nicht von Dieben stammen, sondern die Worte der Propheten erfüllen? Er wird Nachkommen sehen und lange leben. Der Plan des Herrn wird durch ihn gelingen. Nachdem er so vieles ertrug, erblickt er das Licht. Jes.53,10+11. Gelten nicht gerade die Worte Jesu Petrus: O ihr Unverständigen, wie ist doch euer Herz träge, zu glauben an alles, was die Propheten geredet haben! (Luk 24,25)? Ja, der ältere und langsamere Apostel war am Ostermorgen solch ein Mensch mit einem trägen, langsamen und ungläubigen Herzen. Anwendung: Was war der Grund seines Unglaubens? Beide: Maria und Petrus verstanden die Schrift noch nicht, deshalb ihr Unglaube.

3. Johannes

Als letzter tritt nun der schnellere, aber noch abwartende Jünger Johannes in die Grabeshöhle. Was sieht er? Mehr als beide zuvor. Er sieht den gleichen Beweis des leeren Grabes: den weggerollte Stein, die ordentlich zusammengewickelten Binden. Er fragte sich: Warum dies? Was bedeutet es? Würden denn Räuber so ordentlich vorgehen? Antwort: Nein, sicherlich nicht! Auch Johannes besitzt nicht alle Fakten. Aber, welche Schlussfolgerung zieht Johannes aus dem Beweis des Schweigens? Den richtigen? Denn es heißt: Johannes sah alles (was Petrus auch sah). Doch er kam zum Glauben. Halleluja. Und dies hier steht deutlich im Gegensatz zum Abschuss unsres 20. Kapitels. Dort wird Thomas gesagt: „Selig sind, die nicht sehen und doch glauben (V29).“ Auch Johannes sah nicht alles. Aber was er sah, sah er mit den Augen der Propheten und mit dem Glauben durch die Heilige Schrift. Anwendung: Deshalb wollen wir uns folgendes merken: Johannes, der Lieblingsjünger Jesu, gilt uns am Ostermorgen als Vorbild des wahren Glaubens. Johannes kommt ohne sichtbare Beweise (weder für das Auge, die Empfindung oder den Verstand) zum wahren Glauben. Was aber ist seine besondere Sichtweise? Wie sieht er die Tatsachen? Worauf gründet sich sein neutestamentlicher Osterglaube? Der Apostel Johannes selbst begründet es so: Denn sie (die Jünger) verstanden die Schrift noch nicht, dass er von den Toten auferstehen müsste. Johannes sah nichts, aber das leere Grab und glaubte als Einziger. Ist dies auch dein Glaube am Ostermorgen? Ist die Grundlage deines Glaubens vorrangig die Schrift, die gesamte Heilige Schrift – und erst zweitrangig die Erfahrung, deine Empfindungen und Eindrücke-? Deshalb sind wir heute aufgefordert dem Vorbild des Johannes zu folgen und schnell und flink im Glauben zu sein. Diese Schnelligkeit des Glaubens entsteht aber dadurch, dass wir uns beständig mit der Heiligen Schrift befassen und sie durch den Heiligen Geist verstehen lernen. Zuerst, was sie uns über das Leben, Sterben, die Auferstehung und das Wiederkommen Christi sagt. Dann aber auch was die Schrift uns über unser Leben, Sterben, Auferstehen und unseren Lebenswandel bis zu Jesu Wiederkunft sagt. Wenn du Jesus in der Schrift erkennst, dass er von den Toten auferstanden ist und in diesem Glauben wandelst, dann darfst du gewiss sein, dass du dem schnellen, einfachen und rettenden Glauben des Apostels Johannes nachfolgst. Dieser Glaube allein wird dich verändern und dir hier auf Erden schon einen Wandel im Himmel geben, wo bereits der auferstandene Christus ist. Amen.

Beröa – & Anglikanisches Schriftverständnis

März 12, 2017

 

zum Download klicken: Apg 17,1-14 Beröaner Anglikaner

Beröa – Anglikanisches Schriftverständnis

Paulus Missionsdienst folgte seiner persönlichen Gewohnheit. Er besuchte zuerst in die jüdische Synagoge. Er war der einer Strategie verpflichtet, das Evangelium zuerst den Juden und dann den Heiden zu verkünden. Es war eine weise Strategie. Sein wirksamster Dienst bestand darin, das Evangelium denen mitzuteilen, die Hintergründe und Kenntnisse über die hebräischen Schriften hatten und deshalb etwas über die Prophezeiungen vom Messias wussten.

Paulus verkündet so vom Alten Testament her das Evangelium. Er zielt seine Botschaft darauf hin aus, dass Jesus der verheißene Messias ist. Vermutlich verbrachte er nicht nur drei Sabbat-Tage damit, dies aufzuzeigen, sondern drei Wochen lang. Er beweist wie auch Jesus selbst aus der ganzen alttestamentlichen Schrift, dass der Messias kam, gekreuzigt wurde und wieder auferstand. Dass er Gottes Sohn ist. Dies ist die Kernbotschaft der frühen Kirche. Auch das Leiden und der Tod Jesu am Kreuz war keine tragische und unerwartete Wendung in seinem Kommen. Denn das AT sagt voraus: Estens das Leiden als auch die Auferstehung des Messias. Zweitens ist dieser Jesus, der von den Toten auferstanden ist, Israels verheißener Messias.

Die Frucht seines Dienstes war nach drei Wochen die, dass in der Stadt Thessaloniki eine Gemeinde organisiert werden konnte. Das Evangelium kommt zuerst, führt zum Glauben, dann aber ist das Sammeln und Organisieren und Weiterbestehen einer Ortsgemeinde notwendig.

Bei einer Gemeindegründung gibt immer Aufruhr und auch Neid und Widerstand damals und auch heute. Paulus musste fliehen, ca. 50 km weiter nach Beröa. – Paulus konnte nicht wissen, dass die Beröaner einst ein Vorbild für unser Bibelstudium und Umgang mit der Bibel werden sollten. Lukas, der Arzt,  gab uns hier bei der neuen Gemeindegründung eine dreifache Beschreibung zum Bibelstudium. Die Antwort der Gläubigen von Beröa war die gleiche wie auf die Verkündigung des Paulus, die wir zuvor in Thessaloniki gehört hatten.

  1.  näherten sich die Zuhörer der Lehre des Paulus, indem sie sich freundlich und aufgeschlossen dabei zeigten, nicht historisch kritisch. Die Juden in Thessalonisch dagegen waren feindlich, kritisch und innerlich verschlossen. Der Ausdruck, dass sie edler waren als die Thessalonicher, bedeutet, dass die Beröaner in ihrer Auswertung der Botschaft, die sie von Paulus hörten, objektiv waren. Sie beurteilten seine Botschaft durch den Maßstab der Schrift. Denn sie forschten und verglichen die ganze Schrift miteinander. Sie kamen nicht mit vorgefassten Vorurteilen und Meinungen.
  2. lasen und studierten sie auch die Schriften mit großem Eifer. Sie hatten einen geistlichen Appetit und wollten mehr aus der Schrift lernen.
  3. Schließlich untersuchten sie die Schriften täglich, um zu sehen, ob diese Aussagen über das Evangelium und Gottes Heilsplan auch dem entsprachen. Sie haben sorgfältig die Botschaft von Paulus ausgewertet, um sie für sich selbst zu bestimmen, ob es wahr ist und dann: um sie auf sich selber anzuwenden.

Tun wir dies genauso? 1. Nähern wir uns der Schrift freundlich und forschen darin? 2. Sind wir dabei auch eifrig und begeisternd? Und tun wir dies täglich (indem eine Zeit oder auch zwei Abschnitte neben allen vergänglichen Aktivitäten des Tages zur Seite setzten)? 3. Tun wir dies, um im Evangelium – in Jesus – gegründet zu sein und nach der Jesusweise den Alltag und die Zukunft zu gestalten?

17, 12-15. Die Antwort der Menschen in Beröa war ähnlich wie in die in Thessalonich. Viele, darunter auch Frauen und Männer in hoher sozialer und politischer Stellung, glaubten, schlossen sie nicht nur der Lehre, sondern auch der Ortsgemeinde an. Als Anglikaner folgen wir diesem Schriftverständnis und lesen und studieren regelmäßig und systematisch in der Heiligen Schrift.

Mehr unter:  www.gebetbuch.org      oder  Lektionar

chronologisch historisch durch die Heilige Schrift – Jahreslese morgens und abends

 

 

 

Anerkennung der Weihen der ACNA …

Februar 14, 2017

Download PDF Datei hier klicken: Anerkennung der Weihen der ACNA 

Anerkennung der Weihen der Anglikanischen Kirche in Nordamerika und der Anglikanischen Kirche i. D. / REK

acp-bischof-gebetbuch

Wir freuen uns allen Schwestern und Brüdern in Christus folgendes mitteilen zu können: Am 3. Februar 2017 veröffentlichte der Rat für die Einheit der Kirchen der (anglikanischen) Kirche von England (CoE) eine Verlautbarung, die die Anerkennung der Weihen der Anglikanischen Kirche in Nordamerika (ACNA) durch die CoE feststellt. 1

 1 https://www.churchofengland.org/about-us/work-other-churches/latest-news.aspx

Diese Anerkennung bezieht sich damit auch auf die Anglikanische Kirche in Deutschland (vormals Reformierte Episkopalkirche in Deutschland), die aus der ACNA hervorgegangen ist. Die Anglikanische Kirche in Deutschland (vormals REK) ist Auslandsdiözese der Reformed Episkopal Church. Die Reformed Episkopal Church ist eines der Gründungsmitglieder der ANGLICAN CHURCH IN NORTH AMERICA (ACNA). Aus dem beigefügten Dokument, das am 3. Februar 2017 veröffentlich wurde, geht hervor, dass die Church of England die Weihen der ACNA anerkennt. Das bedeutet u.a., dass Geistliche, die von der einen in die andere Kirche übertreten, nicht neu geweiht werden. Bislang war die Anglikanische Kirche in Deutschland auch in kirchlicher Gemeinschaft mit der Free Church of England. Auch deren Weihen werden offiziell von der Church of England anerkannt.

The Rt. Rev. Gerhard Meyer, M.Div.; D.D.

Bischof Ordinarius

 

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Anerkennung der Weihen der Anglican Church

in North America

justin-welby-and-john-sentamu-001_1

Die Erzbischöfe von Canterbury und York haben die Weihen der Anglikanischen Kirche in Nordamerika (ACNA) gemäß der Overseas and Other Clergy (Ministry and Ordination) Measure 1967 anerkannt. 1

1  http://www.legislation.gov.uk/ukcm/1967/3/data.pdf

Diese Regelung gibt den Erzbischöfen Vollmacht zu bestimmen, ob die Weihen einer Kirche durch die Church of England gemäß der Zielsetzung der Regelung „anerkannt und akzeptiert“ sind. Dies ergibt sich aus der Studie, die von der Faith and Order Commission (FAOC) der Church of England in Beratung mit dem Council for Christian Unity mit dem Ziel erarbeitet wurde,

a) die allgemeinen Kriterien zu klären, nach denen die Church of England den geistlichen Dienst derjenigen anerkennt, deren Weihen durch Kirchen erfolgten, die den historischen Episkopat bewahrt haben und mit denen die Church of England sich nicht in kirchlicher Gemeinschaft befindet, und

b) zu erwägen, ob die Weihen der ACNA diesen Kriterien entsprechen. Die Arbeitsergebnisse über die allgemeinen Kriterien finden sich in Recognition by the Church of England of Orders Conferred in Other Churches, publiziert auf der FAOC-Seite der Homepage der Church of England. 3

Die Studie über die ACNA im Besonderen wurde den Erzbischöfen übermittelt, unter deren Verantwortung es fällt, in solchen Fällen zu entscheiden. Nach sorgfältiger Erwägung dieser Empfehlung haben die Erzbischöfe beschlossen, ihr zu folgen und die Weihen der ACNA formell anzuerkennen. Wenn jemand, der ursprünglich in der ACNA oder einer anderen Kirche, deren Weihen gemäß der o.a. Regelung anerkannt sind, ordiniert worden ist und seinen Dienst in der Church of England ausüben möchte, ist zunächst danach zu fragen, ob die betreffende Person für den Dienst in der Church of England geeignet ist, und – wenn dem so ist – ob noch eine zusätzliche Ausbildung erforderlich ist. Falls diese Fragen zufriedenstellend beantwortet worden sind, kann der Erzbischof der betroffenen Provinz entscheiden, ob er dem Geistlichen, ohne dass er in der Church of England ordiniert worden ist, unbefristet oder für einen bestimmten Zeitraum die Erlaubnis (permission to officiate) erteilt, sein Amt auszuüben. Andere Kirchen, deren Weihen durch die Church of England anerkannt sind, obschon sie nicht in kirchlicher Gemeinschaft mit ihnen steht, sind die Römisch-katholische Kirche, die Reformed Evangelical Anglican Church of South Africa (früher bekannt als Church of England in South Africa), und die Free Church of England. Diese Kirchen sind getrennt von jenen, mit denen die CoE in kirchlicher Gemeinschaft sind, nämlich allen Kirchen der Anglikanischen Gemeinschaft. Neuere Informationen darüber finden sich in Teil 5 der aktuellen Ausgabe des Church of England Yearbook. 4  Der Bischof von Peterborough Vorsitzender des Council for Christian Unity Dokument in Englisch. 5

http://www.legislation.gov.uk/ukcm/1967/3/data.pdf

3 https://www.churchofengland.org/media/1934846/recognition%20of%20orders.pdf

4 https://www.crockford.org.uk/yearbook.

5 https://www.churchofengland.org/media/3868795/ccu-statement-on-the-recognition-of-acna-orders.pdf

 

 

 

 

 

Die Rolle des Staates – Römer 13,1-7

Januar 29, 2017

 

 

Download Predigt klick:  ro131-7

 

 Rö 13,1-7 Die Rolle des Staates für Christ und Nichtchrist

Heute findet in Schwarzenborn wieder eine Bürgermeisterwahl statt.  Alle Wahlberechtigten hatten ihre Wahlberechtigungen erhalten. Wieder stellt sich uns die Frage: Sollen wir wählen gehen oder nicht? Sollen wir unsere örtliche Obrigkeit wählen oder nicht. Auch durch Nichtteilnahme wird vor Ort und in der Bundesrepublik die Obrigkeit mit bestimmt. Ja Christen sollen im demokratischen Land ihre Obrigkeit aktiv wählen und zur Wahl gehen und sich so für Gerechtigkeit und das Gute mit einbringen. – Wie steht es überhaupt mit unserem gelebten Glauben und unser Verantwortung unserer Obrigkeit gegenüber?

Der Grund für das politische Handeln gibt Paulus für uns Christen in Röm 13 so.

  1. Die Regierung ist eine göttliche Einrichtung.
  2. Die Regierung ist eingesetzt, um Gutes zu fördern und Böses zu verhindern.
  3. Die Verantwortung ihr gegenüber, obliegt uns.

 

  1. Die staatliche Macht oder Regierung ist eine göttliche Einrichtung.

Hier wollen wir zuerst aufzeigen, dass Gott der unumschränkte Herrscher über allen Nationen ist und dass er alle Regierungen einsetzt, wo und wie er will .

V 1. Manchem bleibt da sicherlich der Atem stehen, wenn er hört, dass die staatliche Obrigkeit eine göttliche Einrichtung ist. Unsere Regierungen in Berlin, Wiesbaden oder das Stadtparlament Schwarzenborn sind für uns Obrigkeit oder staatliche Gewalt. Gott hat es durch seinen Ratschluss gefallen, durch diese unterschiedliche Regierungen Seinen Willen zu äußern. Vom Präsidenten oder Kanzler unseres Staates über alle Verzweigungen der Macht bis hin zum Polizisten oder Ableser der Wasseruhren unserer Stadt können wir sagen: Sie alle sind von Gott eingesetzt und regieren im Auftrag Gottes, uns zum Guten. Ob nun diese selbst es wissen oder nicht, sie sind alle Diener Gottes und sind dazu da, um die Ordnungsmacht des Staates auszuüben. Denn Gott ist ein Gott des Friedens und nicht der Unordnung. Diese ordnende Macht hat ein Hauptziel: Das Gute – das Recht-Tuen, was dem Frieden in der vielschichtigen Gesellschaft dient, zu fördern, aber auch all das Böse – das Unrecht-Tuen zu bestrafen. Gott hat aber ein Ziel mit der Struktur des Staates: Er will durch diese Ordnung, durch die Gesetze des Staates, die Gerechtigkeit Gottes aufrichten. Dieses geht natürlich nur durch willige Nachfolger Christi und wiedergeborene Herzen. Die Gerechtigkeit Gottes ist Grundlage für den Frieden, nicht nur des persönlichen, sondern auch das des Staates. Wir warten, dass Christus schließlich sein Friedensreich hier auf Erden aufrichtet, die göttliche Leit-Kultur aufrichtet.

Fragen wir uns, ob unsere Deutsche Republik von Gott ist? Ja, unsere jetzt bestehende Regierung ist von ihm bestimmt und eingesetzt. Sowohl unsere hessische Regierung als auch die deutsche Regierung ist gottgewollt.

Dass staatliche Gewalt schon immer als von Gott gegeben und eingesetzt angesehen wird, zeigt uns die Schrift. Gott traf Vorbereitung dazu als sein Volk Israel in Ägypten auf ca. 3 Millionen herangewachsen war. Nach dem Auszug gab er ihnen am Sinai eine Staatsverfassung und erwähnte bereits in 5 Mose 17, dass das Volk sich später einen König wählen wird. Zuvor war Mose Staatsmann und Prophet in einer Person. König David ist dann das gute Vorbild für alle Staatsführung sowie König Salomo in den ersten Jahren seiner Regierung. Selbst nichtjüdische Regierungen werden als von Gott gegeben bezeichnet. So hat Gott z.B. Nebukadnezar, seinen Diener und Knecht, eingesetzt und berufen. Jer. 25,9 Siehe, ich will ausschicken alle Völker des Nordens, auch meinen Knecht Nebukadnezar, den König von Babel und will durch sie den Bann vollstrecken.

Dies soll uns als Beispiel dazu dienen, dass Paulus ein universales Prinzip Gottes deutlich erklärt und es der Gemeinde nun als verpflichtend für alle Zeiten auferlegt, auch bei nichtchristlichen Regierungen. Gott ist der Herrscher aller Herrscher und Könige aller Könige. Er setzt ein und ab, wen er will, ob Obama oder Trump, ob Angela Merkel oder Kanzlerkandidat Martin Schulz. Doch wenn im Amt, jede Regierung ist Gottes Dienerin, eingesetzt, um die staatliche Ordnung aufrecht zu erhalten. Von diesem Prinzip gibt es jedoch auch Abweichungen. Wenn ein Befehl Gottes oder Christi klar das Gegenteil sagt, besonders in Bezug auf die Anbetung Gottes oder dies moralischen Lebens, dann ist Gottes Befehl immer zuerst gehorchen. Denken wir da zuerst an Daniel. Als es zum Konflikt über sein dreimaliges tägliches Gebet kam, da gehorchte er nicht der Anordnung der staatlichen Gewalten, sondern war dem staatlichen Gebot mit allen Konsequenzen strickt ungehorsam. Doch Gott errette ihn aus der Macht der gefährlichen Löwen. Was er aber nicht immer tut.

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Nun zu heutigen Ungerechtigkeiten des Staates: Erlaubt Gott gleichgeschlechtliche Ehen oder Abtreibungen ungeborener Kinder? Nein, da müssen wir Gottes Willen mehr gehorchen als dem Staat.

Blicken wir zu Daniels drei Freunden und ihre Herausforderungen:

Dan 3,17 Wenn unser Gott, den wir verehren, will, so kann er uns erretten; aus dem glühenden Ofen und aus deiner Hand, o König, kann er erretten.

 18 Und wenn er’s nicht tun will, so sollst du dennoch wissen, dass wir deinen Gott nicht ehren und das goldene Bild, das du hast aufrichten lassen, nicht anbeten wollen.

Daniel selbst: 6, 14 Sie antworteten und sprachen vor dem König: Daniel, einer der Gefangenen aus Juda, der achtet weder dich noch dein Gebot, das du erlassen hast; denn er betet dreimal am Tage.

WiderstandIn der Regel gilt: Wer sich staatliche Ordnungen widersetzt, wer opponiert und massive rebelliert, der stellt sich gegen die Ordnung Gottes. Deshalb hat sich die gesamte 68er Bewegung, die APO und die Neomarxisten noch vor Gott zu verantworten, auch Fischer, Cohn-Bendit, Trittin, etc.  – auch heute die rechts- wie die linksradikale Szene und Einzeltäter. Denn sie wollten den bestehenden Ordnungs-Staat, von Gott gewollt, stürzen.

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Doch wenn der Staat die Opposition zulässt, dann ist dieses rechtlich und ein Korrektiv zur Wahrheitsfindung. Wenn aber eine Opposition die vorhandene Gesetze verletzt, ist dies im Prinzip ein Widerstand gegen Gottes Ordnung und damit Opposition gegen Gott selbst.

 Paulus hat erfahren, dass die meisten römischen Gesetze das Wohl des Staates und das Gute der Gesellschaft förderten. Sie beschützen die Bürger, sorgten für Wohlstand, sorgten für Reisewege, Post, Ausbildung und damit auch der ungehinderten Verkündigung des Evangeliums. Paulus erhielt mehr Unterstützung für das Evangelium durch den römischen Staat als durch die damalige jüdische Religion.

2. Die Regierung ist eingesetzt, um Gutes zu fördern und Böses zu verhindern.

V. 3+4 Regierung ist eingesetzt um Gutes zu fördern und Böses zu verhindern. Gehorsam gegenüber den weltlichen Autoritäten ist weiterhin befohlen, weil dies dem Dienst der Gerechtigkeit Gottes dient. Dies ist das Herzstück des Römerbriefs. In diesen Versen beschreibt Paulus gleich zweimal die weltliche Regierung als Gottes Diener. Warum muss der Christ diesem Staat gehorchen? Weil dieser sich in der Hand Gottes sich befindet. Der Staat steht unter der Herrschaft Gottes, auch wenn es nicht so aussieht. Doch Gott will seine Gerechtigkeit durch seinen Diener, den Staat, aufrichten. Um dies durchzusetzen benötigt ein Staat das Instrument der Machtausübung, es ist die Waffe, die im Notfall den Tod herbeiführen kann. Nicht umsonst besitzen alle Nationen der Welt Armeen. Es spuckt in den Köpfen vieler, auch von Christen, dass Pazifismus, Gewaltlosigkeit und Barmherzigkeit das Mittel des Friedens ist. Solange die Sünde in der Welt herrscht, will Gott das Schwert erhalten, um zu strafen. Alle Armeen der Welt, alle bewaffneten Polizisten sind eigentlich eine Bestätigung des Sündenfalls, der die von Grund schlechte Natur des Menschen bis heute bezeugt. Die Bewaffnung des Staates und seine Gefängnisse bezeugen: Es gibt keinen guten Kern im Menschen, er entwickelt sich nicht von selbst zum Guten. Solange es aber noch Sünde gibt, muss es Machtstrukturen geben. Erst wenn Satan und Sünde gebunden ist, hat das Schwert ausgedient. Strafe muss aber nicht nur angedroht, sondern auch zur rechten Zeit ausgeführt werden. Das Schwert diente gewöhnlich dazu Mörder und andere Kriminelle hinzurichten. Die Bibel sagt: „ Wer unschuldiges Blut durch Mord vergießt, dessen Blut soll auch vergossen werden!“ Dies ist heute immer noch gültig. Und gerade in den USA, einer einstmals christlichen Nation, wird sie noch sehr oft durchgeführt. Die gläubige Christusgemeinde muss dies dem Staat und der weichlichen pazifistischen Gesinnung bei den Jungen und Alten wieder ins Gewissens rufen. Die Todesstrafe wird zu Recht nicht nur im AT sondern auch in V 3-4 im NT gefordert. Wozu trägt der Staat das Schwert? Um Brot oder Hecken zu schneiden? Mord kann unmöglich schon nach 15 oder 25 Jahren verjähren. Wer dies unterstützt, darf sich nicht wundern, dass die Saat der Gewalt um sich greift wie das Unkraut. Aber, solange das Böse gestraft wird, kann sich das Gute tatsächlich entwickeln. Dies ist das Ziel Gottes: Durch Gerechtigkeit soll Gutes tun entstehen. Nur wenn das Unkraut bekämpft wird, dann kann auch die gute Saat im Garten aufgehen und recht gedeihen.

Und dieses Prinzip gilt nicht nur für den Staat, sondern auch für die Firma, die Schule und die Familie. Böses nach der Schrift muss gestraft werden, muss die Folgen tragen. Alle, die da in Verantwortung stehen, müssen ihre Verantwortung auch wahrnehmen. Jede göttliche Autorität ist nicht an erster Stelle zur Barmherzigkeit aufgerufen, sondern sie muss das Böse strafen. Christus wurde für unser Schuld am Kreuz gestraft, auf dass wir dann Gnade erhalten zum Guten erhalten können.

Spr 18,6 Die Lippen des Toren bringen Zank, und sein Mund ruft nach Schlägen.

Rö 2,9 Trübsal und Angst über alle Seelen der Menschen, die Böses tun, zuerst der Juden und ebenso der Griechen;

Jes 5,20 Weh denen, die Böses gut und Gutes böse nennen, die aus Finsternis Licht und aus Licht Finsternis machen, die aus sauer süß und aus süß sauer machen!

1 Kor 5,11 Vielmehr habe ich euch geschrieben: Ihr sollt nichts mit einem zu schaffen haben, der sich Bruder nennen lässt und ist ein Unzüchtiger oder ein Geiziger oder ein Götzendiener oder ein Lästerer oder ein Trunkenbold oder ein Räuber; mit so einem sollt ihr auch nicht essen. Denn was gehen mich die draußen an, dass ich sie richten sollte? Habt ihr nicht die zu richten, die drinnen sind? Gott aber wird, die draußen sind, richten. Verstoßt ihr den Bösen aus eurer Mitte!

 3. Unsere Verantwortung

Wenn dies nun so ist, dann gibt es nur eine Schlussfolgerung: Wir Gläubigen müssen uns unterordnen und die Regierung anerkennen und unterstützen. Das bedeutet praktisch, Steuern, Abgaben und Gebühren zu bezahlen. Dies sagt Paulus, dies sagte auch Jesus: Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist. Wer nicht seine Abgaben und Steuern entrichtet, der ehrt nicht nur nicht den Staat, sondern er widersetzt sich damit Gottes Anordnung, er entehrt Gott selbst.

Wie sollen wir nun praktisch nach unserer Gemeindesatzung und den Gesetzen Hessens und unseres Staates leben? Wir dürfen unmöglich in einer ablehnenden negativen Einstellung zu unseren staatlichen Autoritäten leben. Wir wissen. Der wahre Herrscher ist Gott, der Herrscher Himmels und der Erden. Er hat den Staat in seiner Hand, uns zum Guten.

Gebet: Deshalb wollen wir nun auch mehr für diese von Gott eingesetzte Einrichtung beten. 1. Timotheus 2,1+2

1 Vor allem fordere ich zu Bitten und Gebeten, zu Fürbitte und Danksagung auf … 2 für die Herrscher und für alle, die Macht ausüben, damit wir in aller Frömmigkeit und Rechtschaffenheit ungestört und ruhig leben können. 

Beten wir, dass wir solch ein gottesfürchtiges und ruhiges Leben führen können. Dies ist aber nur möglich, wenn wir dafür beten, dass durch diese Regierung das Böse bestraft und das Gute gefördert wird.

 Wollen wir für diese Regierung und auch ihre Unter-Obrigkeiten beten und sie so zum Guten unterstützen. Amen.

Neujahrsgrüße 2017 und Rückblick

Januar 19, 2017

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NEWSLETTER – Neujahrsgrüße und mehr ... mit Bildern

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Gesegnetes Neues Jahr 2017

Wir möchten jedem danken, der sich im vergangenen Jahr um uns gesorgt, gebetet und eingesetzt hat. Wir haben ein volles und ausgefülltes Jahr des Dienstes gehabt, haben uns um Leute im Camp und vom Zentrum aus um Gemeindegründung und Ausbildung für das Reich Gottes gekümmert.

www.knüllcamp.de

Im Jahr 2016 gab es 3455 Übernachtungen in Gebäuden und weitere 1385 in Zelten. Z.z. haben wir immer noch keinen Vollzeitkoch / Köchin. Grace Meyer leitet zusätzlich zur Camp-Organisation den Küchenbereit unter Mithilfe von zwei Mitarbeitern. Betet mit uns, einen Teilzeitkoch zu finden.

 Veränderungen Camp & Kirche

Es gibt Höhen und Tiefen im Reich Gottes. Weil es keine gemeinsame Vertrauensbasis für die Zusammenarbeit mehr gab, wurde Pfarrer Thomas Winkler, ehemaliger Prior des St. Stephanus Ordens, Ende August gekündigt. Mit gleichzeitiger Wirkung wurde ab August Pater James Crofts als Prior für den Orden eingesetzt. Im 31. Oktober wurde Schwester Clara Elisabeth als Oblatin eingesegnet. Pater James ist nicht permanent im Kloster, weil er als Missionspater in Missionsgemeinden um Mönchengladbach und Neuss dient. Als Ergänzung predigt nun hin und wieder in seiner Abwesenheit Evangelist Götz Simon in den Gottesdiensten in Schwarzenborn.

Betet für Pater James‘ Genesung nach seinem Herzinfarkt.

www.benedikt-seminar.de

Ende September begannen wir mit der Seminararbeit zur Ausbildung und Vorbereitung von Männern für den Dienst in der Kirche Christi, besonders zur Seelsorge und Evangelisation. Auch für Frauen gibt es Gelegenheit zum Studium. Vom 13-15. Januar 2017 fand das 2. Präsenzseminar statt. Betet für Studenten und Dozenten in 2017.

Der Dienst an den Flüchtlingen

geht auf einer kleinen, aber intensiven Ebene weiter. Bild: Bewerbung in Bad Hersfeld bei Amazon. Wir fanden einige Wohnungen für Flüchtlinge. Bereits zwei von ihnen haben eine Vollzeitbeschäftigung, drei besitzen ihre eigenen Autos. Insgesamt wurden sechs Iraner im November und Dezember in der Christuskapelle nach Taufunterricht getauft. Betet für weiteres Wachstum im Glauben, Deutsch zu sprechen und um weitere Arbeitsplätze.

JAUSENSTATION

 Im Dezember verließ uns Ralf Müller nach 10 Jahren Dienst in der Jausenstation  (www.knuell-jause.de)  und zog wieder in seine Heimatstadt Nordhausen. Betet mit uns für Ersatz

 Amtseinführung

Am 14. Januar 2017 wurde Pfr. Dr. Joachim Feldes, der auch Dozent am St. Benedikt Seminar ist, in einem feierlichen Gottesdienst in der Christuskapelle Schwarzenborn in das Amt eines Pfarrers / Priester in die AKD eingeführt. Betet mit für seinen Dienst im Seminar und seinen Gemeindedienst im Südwesten Deutschlands.

Jubiläum – 500 Jahre Luther

 Englishcamp 2017 – Luther 500

Das Englisch Camp  –Walk where Luther walked – (Den Fußtapfen Luther‘s folgen) findet vom 15. bis 23. Juli 2017 statt. Es gibt zwei Gruppen:

„Cubs“ (Jungschar Alter 9-12-Jährige)

und „Teens“ für 14-18-Jährige.

MEHR unter: http://www.englishcamp-knuell.de

 

Betet für ANMELDUNGEN &Teammitglieder.

 

  1. Katechismus auf Deutsch

Als Beitrag zur Reformation übersetzten wir den neuen anglikanischen Katechismus ins Deutsche:

Erscheinung bald: 340 Seiten, fester Einband, Dünndruckpapier mit grundlegend reformatorischen Inhalt:

  1. Frage: Was ist das Evangelium?

Betet für den Rest der fehlenden Finanzen von € 5800, –

Bei Spenden Zweck: „Katechismusangeben.

Verbunden im Dienst für das Evangelium Christi 

Bischof + Gerhard und Grace

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Kontoinhaber: Anglikanischen Kirche i.D. e.V.

Spar- und Kreditbank (SKB) Witten
Bankleitzahl: 452 604 75; Konto Nr. 519 590 0
IBAN: DE15 4526 0475 0005 1959 00
BIC: GENODEM1BFG