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AKD – KIRCHENZEITUNG

November 21, 2018

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 Kirchenzeitung der Anglikanischen Kirche  

                                             in Deutschland

AKD neu bunt

 KIRCHE DER MITTE

     

 Nachrichten

aus der Anglikanischen Welt

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Ausgabe Nr. 4 – St.Michaelis 2018 | Web: http://www.anglikaner.de/

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Gespräche mit Erzbischof Beach

Bischof Meyer flog an seinem 69. Geburtstag nach
London, um dort für einige Stunden an einem Anglican Unity Form mit Foley Beach, dem Erzbischof der Anglican Church of North America (ACNA), teilzunehmen.

Dr. Beach, der im A p r i l 2 0 1 9 Vorsitzender der E r z bi s c h ö fe de r g l o b a l e n anglikanischen Zukunftskon

ferenz (GAFCON) wird, traf s i c h z u r Vorbereitung auf sein zusätzliches Amt im Vorfeld mit Kirchenvertretern i n n e r h a l b  u n d  a u ß e r h a l b  d e r Kirche von England       ( C o f E ) .

 

 

Beach Catechism

ÜBERREICHUNG DER DEUTSCHEN VERSION DES ANGLIKANISCHEN KATECHISMUS MIT VORWORT VON BEACH in England.

D i e s e Offenheit, miteinander weiter zu sprechen, soll auch in Zukunft bestehen.
Er will sich nicht nur mit einer einzigen Gruppierung, sondern auch mit solchen treffen, die andere Ansichten vertreten: mit evangelikalen, katholischen, charismatischen und wenn möglich auch mit liberalen Anglikanern. Dabei betonte er: Es ist wichtig, freundlich und gütig auch mit solchen umzugehen, die gegenwärtig für sich eine andere Berufung für ihr Leben und ihre kirchliche Einbindung sehen. Es wurde auch angesprochen, dass die CofE und TEC (The Episcopal Church – USA) differenziert zu bewerten sind.
Weiter wurden Unterschiede zwischen den Anglikanern von Global South und GAFCON angesprochen. Der Unterschied hier liegt darin, dass Global South sich eher wie ein U-Boot verhält und Strukturen vorbereitet, falls Canterbury in Zukunft versagt. GAFCON dagegen ist eine Bewegung zur Erneuerung und Evangelisation innerhalb der weltweiten Anglikanischen Gemeinschaft / Anglican Communion. GAFCON dagegen will kein „Break- Away“, keine Trennung von der Anglican Communion. Die gegenwärtigen kontroversen Meinungsverschiedenheiten gründen sich jedoch meistens auf theologische Angelegenheiten zwischen GAFCON / GLOBAL SOUTH und GOBAL WEST (England und USA) Anglikanern.
Dann wurde auch die Sichtweise auf den Anglikanismus weltweit angesprochen. Aus der Sicht der Insel-Anglikaner sehen sie sich selbst im Zentrum. Die sich aber außerhalb von ihnen befindliche anglikanische Welt ist für sie weit entfernt und klein. Das ist aber ein „Blind Spot“, ein blinder Fleck. Denn sie befinden sich damit selbst im „toten Winkel“. Insel- Anglikaner sehen nicht so sehr diese Wirklichkeit, dass „Renewal and Evangelism“, die Evangelisation und Erweckung sich im globalen Süden dieser Welt vollzieht, dass dort Erweckung stattfindet und hunderte und tausende lebendige anglikanische Gemeinden entstehen, während Zuhause in England sich die Kirchen immer mehr leeren. Doch aus anderer Sicht – aus der asiatischen, afrikanischen und südamerikanischen – ist CofE in Wirklichkeit sehr klein, doch der Globale Süden ist sehr groß, und dort wächst gegenwärtig die Kirche Christi äußerst stark.

Und so leben die betroffenen Anglikaner gegenwärtig in dieser Spannung. Es gibt GAFCON Bischöfe und Bischöfe, die zu den GAFCON Treffen gehen. Doch GAFCON ist eine Bewegung, und sie befindet sich in einer ständigen Entwicklung. GAFCON will auch Menschen im Anglikanismus versöhnen. Dabei möchte sie auch Erzbischof Welby helfen, ihn unterstützen und ermutigen, seinen Job gut zu tun, auch wenn er – doch oft angesehen als Evangelikaler – innerhalb seiner Kirche nicht so sehr die Unterstützung erhält, die er erhalten sollte.
GAFCON hat viele Menschen versöhnt, weil es die Wahrheit der Schrift brachte und sie diese erkannten. Deshalb soll auch die Kirche von England in Europa verkündigen: Nicht dem „Evangelium“ einer untergehenden christlichen Kultur Europas zu folgen – denn das ist ein anderes Evangelium – sondern dem Evangelium des Kreuzes Christi und diesem zu zu folgen.

Predigt zum Reformationstag

(Jesaja 62,10-12; gehalten am 31.10.2018 in der Christusgemeinde Schwarzenborn)
Bischof Gerhard Meyer, D.D. – (Fortsetzung am Heftende)

Die neue Vision
Jesaja spricht über die neue Stadt Gottes, die am Ende verherrlicht dasteht. Sicherlich hat er damit auch die Kirche Christi auf Erden und im Himmel damit hier und in Zukunft mit eingeschlossen. Es wird dem Volk Israel, das aus Gefangenschaft zurückkehrt verheißen, dass es in den Vorhöfen des Heiligtums essen und feiern soll. Das spricht von einem Bundesmahl. Auch wir sind aufgefordert zum ewigen Heiligtum Gottes zu gelangen. Das ist das Ziel jeder göttlichen Reformation.
… Fortsetzung auf S. 21 (am Heftende)  (more…)